Der Mensch bestimmt

Der Mensch möchte alles bestimmen. Nachdem er erkannt hat, dass er gegenüber der Umwelt sehr hochmütig, arrogant aufgetreten ist, versucht er, sich nun ein wenig zu bescheiden. Doch was ihn selbst betrifft, will er sich selbst bestimmen: Er will nicht mehr als Mann oder Frau gelten, er will selbst bestimmen, ob er Mann, ob er Frau oder anders sein will: „Man wird nicht als Frau geboren, sondern man wird dazu.“ (Simone de Beauvoir) Er will nicht mehr Kinder einfach so bekommen, er will selbst bestimmen, ob er welche und wann er welche und wie er welche will. Er will selbst bestimmen, wie die Nachkommen aussehen sollen, ob sie gesund sind oder nicht, er will bestimmen, wann er aus dem Leben scheidet, will bestimmen, wie er selbst aussehen will (Schönheitsoperationen)… Auch hier wird der Mensch einmal erkennen, wie sehr er mit dieser Einstellung sich und seine Seele zerstört – wie er inzwischen erkennt, dass er die Umwelt zerstört. Er bekämpft sich selbst, wenn er sich beherrschen will, wie er die Umwelt, die Natur bekämpft hat, weil er sie beherrschen wollte (es wäre schön, wenn das wirklich Vergangenheitsform wäre). Das Thema wird hier intensiv angesprochen: http://www.kath.net/detail.php?id=39419

Dazu auch: >Benedikt XVI. weiß mehr als jeder andere Papst der Moderne, daß es notwendig ist, auch einen intellektuellen Kampf zu führen, um eine der Wirklichkeit und der Wahrheit entsprechende Idee vom Menschen zu verteidigen, und daß dieser Kampf mit der Unterstützung möglichst aller Verbündeten geführt werden muß. Und Verbündete gibt es: viele laizistische Intellektuelle, aber auch Vertreter anderer Religionen, mit denen der Dialog, so unterstreicht der Papst erneut, ausgehend von kulturellen Fragen geführt werden muß, und nicht ausgehend von unlösbaren theologischen Meinungsverschiedenheiten. Ein Dialog, der um das gemeinsame Verantwortungsbewußtsein für das Schicksal der Menschheit kreist.< http://www.kath.net/detail.php?id=39439

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