Christen+Muslime+Atheisten

„Muslime sind Menschen wie wir“ – nun das habe ich gestern auch geschrieben – und dagegen ist auch nichts einzuwenden, wenn man noch normal denken kann. Das Evangelikale Missionswerk „frontiers“ soll ein 10 Punkte-Programm vorgestellt haben. http://www.kath.net/detail.php?id=39297 Nun, mit den Punkten 1-5 kann ich ganz gut mitkommen: „Gott liebt Muslime“, „Gott ruft Muslime zu sich“, „Muslime sind unsere Nachbarn“, „Muslime sind Menschen wie wir“, „Gott wirkt unter Muslimen“. Der Punkt 6 ist interpretationsbedürftig: „Wir sind geistlich verwandt.“ Ich erfahre auch immer wieder aufs Neue, dass es leichter ist mit Muslimen über Glaubensfragen zu reden als mit Atheisten. In vielen Punkten haben wir eine gemeinsame Sprache und Weltsicht. Da core. Aber wie immer: Auf die Details kommt es an. Abraham, wird genannt – wie immer in diesem Zusammenhang, aber wir verstehen Abraham doch vollkommen anders. Punkt 7 „Sie achten unser Heiliges Buch und Jesus“ – Nun, man kann positive Erwähnungen als „achten“ bezeichnen. Nur: Wir haben als Christen ein vollkommen anderes Verständnis von Jesus Christus, dem Gottes-Sohn – und ist Widerstand gegen dieses Jesusverständnis als „achten“ zu interpretieren? Vor allem Mohammed setzt ja ganz bewusst dem christlichen Jesusverständnis ein Jesus light entgegen. Punkt 8-9: „Muslime haben uns etwas zu lehren“. Lest selbst, wie dieser Punkt dargestellt wird und ob ihr damit einverstanden seid. Punkt 10 kann ich wieder voll unterstreichen: „Gott versprach, dass jene Muslime, die Jesus nachfolgen, Teil der Scharen sein werden, welche um den Thron Gottes versammelt sind.“

In den Punkten 1-5.10 und zum Teil auch 7 kann man auch das Wort „Muslime“ durch „Atheisten“ ersetzen. Das heißt, es handelt sich um christliche Allgemeinplätze.

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