Al Dschazira

Al Dschaziras islamistische Mission – und es dauert lange, bis man es im Westen merkt? http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/ein-abschied-von-al-dschazira-vergiss-was-du-gesehen-hast-11988966.html

Amerikaner + der Westen – und dann irgendwann die anderen. Die Medien sind so etwas von USA und Westeuropa-zentriert, dass es schon unerträglich ist. Man nehme einfach einmal den Wirbelsturm Sandy, der die Ostküste der USA traf. Er war verheerend. Gewiss. Dutzende Menschen wurden getötet, wie es hier heißt: http://de.wikipedia.org/wiki/Hurrikan_Sandy Und etwa zeitgleich wütete auf den Philippinen der Taifun Bopha, der 580 Menschen das Leben kostete und nach den folgenden Informationen waren noch 500 vermisst: http://www.wetteronline.de/wotexte/redaktion/topthemen/2012/12/1208_tb_Supertaifun-Bopha-kehrt-um.htm Sandy bekommt einen Wikipedia-Artikel. Bopha nicht. Fällt das niemandem auf?

Menschenrechtsverletzungen in Russland – klar, man muss dagegen angehen. Menschenrechtsverletzungen in den USA? So ein bisschen kleckert immer wieder einmal in den Medien durch. Natürlich ist Guantanamo immer wieder thematisiert worden. Das Gewicht liegt auf: worden!

Das Beispiel, wie sehr unsere Medien US-abhängig sind, was ich in den letzten Wochen immer erwähnt habe ist: Syrien. Wir lassen uns für blöd verkaufen. Und die meisten können auch gar nichts dafür, weil sie eben nur von unseren Medien abhängig sind. Aber die Medien – es sind doch so viel kluge Köpfe in ihnen beschäftigt, politische Beobachter noch und nöcher, kenner aller möglichen Länder und Kulturen – warum, machen sie sich so abhängig von dem, was die Politik gerade gerne hören möchte? Und wenn jemand einmal unüberhörbar etwas sagt, das gegen den Mainstream gerichtet ist, dann kriegt er die geballte Macht dieser Leute ab. Seid stolz auf eure Unabhängigkeit Ihr Medienmenschen – und macht euch nicht abhängig! Sicher, ihr seid abhängig von den Werbeinnahmen. Aber den Werbeleuten ist doch sicher egal, was Ihr politisch an Informationen bringt. Von daher weiß ich nicht, ob dieses Argument wirklich stichhaltig ist. Oder hat z.B. Katar auch schon hier seine Finanzen im Spiel?

Zum Thema Finanzen: Ganz selten wird einmal gesagt, dass es finanziell mit den USA nicht rosig aussieht. Und dann verschwindet die Information wieder – und wird auch ersetzt durch Informationen, dass die Wirtschaft der USA quicklebendig ist. Leute, die gelernt haben, zwischen den Zeilen zu lesen, wissen, warum. Aber gleichzeitig machen die Medien groß auf damit, dass die Wirtschaft Europas am Rande des Kollaps steht – sie damit selbst dazu beitragen, dass sie vor die Hunde gejagt wird. Das ist, wie ich schon häufig im Blog geschrieben habe, doch sicher kein Zufall, dass die Europäer ständig im Fokus der Finanzwelt stehen – wegen dem kleinen Griechenland! – und dabei ist die USA finanziell viel schlimmer dran – und sie versuchen es halt noch immer zu kaschieren, indem mehr Geld gedruckt wird.

Ich will damit nicht die USA madig machen – nein, ich will nur darauf aufmerksam machen, wie sehr unsere Medien USA-abhängig sind. Ihre Informationen werden gierig aufgesaugt. Aber das, was geschieht auf der Welt, sollte man nicht allein durch die Brille der USA ansehen. Und das betrifft viele Themen. Bis hin zur Kinderplanung in Afrika.

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