Ethik ohne Gott

Man kann viel reden darüber, dass eine Gesellschaft hervorragende Ethik auch ohne Gott – im Sinne des christlichen Glaubens – haben könne. Klar. Sieht man ja überall ;-( Je weiter sich unser Land von Gott entfernt, desto näher rückt es ethisch an unerfreuliche Zustände.

Das soll wirklich nicht heißen, dass es ohne Gott keine ethisch hochstehenden Menschen gibt. Nicht umsonst haben Christen viel von den Stoikern übernommen und sind Menschen der Vergangenheit wie auch stellenweise buddhistische Ethik ethisch höher stehend als viele, die sich im Laufe der Kirchengeschichte als Christen bezeichnet haben. Das hängt damit zusammen, dass Gott einen Keim in die Menschen gelegt hat, nach Höherem zu streben. Aber die Masse der Menschen passt sich dann doch eher den eigenen Trieben an, wenn ihnen keine Grenzen gesetzt werden. Und die Menschen in unserem Land, ob Christen oder nicht, leben noch von den Grenzen, die die christliche Tradition ihnen gesteckt hat. Das sehr zum Ärgernis vieler nichtchristlicher Gruppen, wie man an den ständigen Angriffen gegen christlich begründete Moral erkennen kann. Dieser Kampf gegen die christlich bestimmte und geprägte Moral ist ein großes Menschenexperiment und muss äußerst skeptisch betrachtet werden. Warum? Bislang gibt es keinen Grund zur Hoffnung, wenn man nämlich sieht, dass die Würde des Menschen immer mehr verloren geht bzw. einzelne Gruppen im Land bestimmen, welchem Menschen Würde zukommt oder nicht. Dazu s. insgesamt: http://www.kath.net/detail.php?id=39269

Apropos Ethik: Ich meine erkennen zu können, dass ethisch orientierte Menschen sich über die Grenzen ihrer jeweiligen Religion hinweg verstehen können. Was die Beobachtung, dass Gott in uns allen einen Keim dieser Ethik gelegt hat, bestätigt. Übrigens lautet die Goldene Regel Jesu: Was du willst, dass dir die Menschen tun, das tue ihnen. Das heißt doch nichts anderes als: Dass der überwiegende Teil der Menschen ähnliches Verhalten vom anderen wünscht: Anerkennung, Ehrlichkeit, Liebe, Hilfsbereitschaft… Über religiöse Grenzen hinweg.

Evangelische Landeskirche bildet muslimische Seelsorger aus: http://www.jesus.de/index.php?id=885&tx_ttnews[tt_news]=189567&cHash=575db58625f6c6e78eacdaf1dd52e9e4 Das ist gut so. Hier können Christen und Muslime an einem Strang ziehen – weil es um den hilfsbedürftigen Menschen geht.

Türkei: Auch Kunst ist so eine gemeinsame Sprache – besser: Kann eine gemeinsame Sprache sein, die Herzen erreicht: https://www.mnnonline.org/article/17997

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