Geändert?

Was hat sich seit Weihnachten vor ca. 2020 Jahren durch den Menschen Jesus aus Nazareth in der Welt geändert? Ein paar Gedanken dazu:

> Das Wort hat Eingang gefunden in die Menschheit und in vieler Menschen Herz: Was ihr wollt, dass Euch die Menschen tun, das tut ihnen. Die negative Form war schon vorhanden – aber die positive Form hat eine immense Sprengkraft und ist eine große Anforderung an den Menschen: Gott traut dem Menschen etwas Großes zu: Du kannst dem anderen Menschen Gutes tun, auch wenn Du nicht weißt, ob er es Dir vergelten wird.

> Durch die Propheten hat Gott schon deutlich gemacht, dass er die Übergriffe gegen sozial schwache Menschen hart ablehnt. In Jesus wird diese Sicht aufgenommen, legitimiert und aus göttlichem Mund gefordert. Es wird allen lebendig vor Augen gestellt: Gott hat den erniedrigten Menschen erwählt, in ihm will er wohnen, in ihm will er die Welt verändern. Und jeder, der sich vor Gott und den Menschen klein weiß, nimmt Teil an der großen Liebesbewegung Gottes zu den Menschen.

> Deutlich wird, dass jeder einzelne Mensch Verantwortung trägt für seine Stellung vor Gott. Man kann sich nicht auf die Verwandtschaft, Herkunft, die Gruppe berufen – jeder Einzelne muss in Verantwortung die Entscheidung treffen. Und das zeigt, dass das Individuum gefordert ist, sich als verantwortliches Individuum zu erkennen und als ein solches zu leben.

> Der Mensch muss den Göttern und Gott keine Opfer mehr bringen, damit sie ihm gnädig gesonnen sind, denn Gott bringt in Jesus sich selbst dem Menschen zum Opfer, damit das Herz des Menschen weit wird und er sich mit Gott versöhnt. Darum opfern Christen nicht mehr. Nicht, weil selbst ernannte Aufgeklärte das Opfer ablehne, sondern die Tiefe des Unbewussten wurde durch dieses Opfer Jesu befriedigt. Das Menschenbild, das manche heute vom Menschen haben, ist ein anderes. Doch: Irren ist menschlich.

> Wie Gott das Volk Israel aus der Sklaverei befreit hat, so befreit Jesus von Nazareth die Menschen aus der Sklaverei der Sünde, indem er ihnen den Weg Gottes zeigt, befreit sie aus der Fessel der Vergangenheit, indem er vergibt, befreit sie aus der Fessel des Todes, indem er ihnen die Erfahrungsgewissheit gibt: Er selbst lebt und wird Leben geben. Vorher waren es nur Ahnungen, Wünsche, Vermutungen, Sehnsüchte des Menschen. Jetzt ist es Erfahrungsgewissheit.

> Es ist unwichtig, ob ein Mensch gesund oder krank, behindert oder nichtbehindert ist, es ist unwichtig, welcher Menschengruppe einer zugehört, es ist unwichtig, ob Mann oder Frau oder Kind – Gott umhüllt alle Menschen durch seine Liebe mit großer Würde. Und wenn es sich noch nicht bis zu allen Menschen herumgesprochen hat, und sie anderen diese Würde absprechen, so ist deren Wort leeres Gerede, denn Gott selbst spricht sie einem Menschen zu – wer kann da noch sinnvoll etwas anderes behaupten? Das richtet auf, macht selbstbewusst, stark, schenkt Trost. Manche Menschen entwürdigen sich selbst, sie entledigen sich der Würde, die Gott ihnen schenkt, indem sie andere verachten, erniedrigen, misshandeln. Sie machen sich selbst zu einer boshaften Karikatur eines Menschen. Gott ruft sie zur Umkehr, zur Würde.

> Freude und Dankbarkeit bestimmt Menschen, die ihren Weg von Jesus Christus bestimmen lassen. Vielleicht ist das nicht allen Menschen sichtbar. Muss ja auch nicht sein. Wichtig ist, dass die Seele leicht wird, und sich im lebendigen Gott bergen kann.

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