Säkularisierung und Moral

Führt Säkularisierung zum Verfall der Moral? Püttmann c. Joas: http://www.kath.net/detail.php?id=39179 Und was sage ich? Nun, nicht jede Religion und religiöse Einstellung hat eine hoch stehende Moral zur Folge. Das Problem sehe ich darin, dass Menschen, die Gott einen nichtexistenten Mann sein lassen, erst einmal Wege suchen müssen, ihre Moral zu begründen. Und da liegt dann der Hase im Pfeffer: Egoismus? Hedonismus? Utilitarismus? Und im Detail: Warum soll jeder Mensch gleiche Würde haben? Ab wann ist der Mensch ein Mensch? Wer ist kein Mensch mehr? Warum soll man den Feind achten? Warum soll man die hungernden Menschen in Afrika und Asien ernähren – gibt doch sowieso zu viel… Wirklich: aus Mitleid? Die vom Menschen eigenbegründete Moral hat häufig seinen Eigennutz – damit hängt zusammen den seiner Gruppe – im Blick. Und da der Verstand bekanntlich der Sklave des Willens ist, weiß man, was am Ende höchst wahrscheinlich dabei herauskommt. Vor allem: Moral kann nicht ohne Religion letztbegründet werden. Schade, liebe Leute – aber so ist es nun einmal.

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