Gerichte+Polizei

Zur Entführung der 15 jährigen Chloé: Auch in Frankreich scheint so mancher mehr Mitleid mit Tätern zu haben als mit potentiellen Opfern – oder anders gesagt: Auch dort scheint sich so mancher von den Schauspielkünsten von Tätern hinters Licht führen zu lassen. Dass es Minderheiten Bonus gibt, will ich einmal nicht annehmen. Für unwahrscheinlich halte ich, dass sie den Täter nicht im Gefängnis behalten wollen, weil er die Mitgefangenen traktiert, und ihn darum vorzeitig entlassen haben: http://www.zukunftskinder.org/?p=32198 Ich frage mich nur immer: Wer nimmt die Verantwortung auf sich, wenn ein solcher Mensch wieder anderen Menschen Leiden zufügt  – vor allem, wenn es absehbar ist.

In diese Hinsicht sind auch Beobachtung zu Gruppen relevant, die eine immer intensivere Schwächung der Polizei und ihrer Arbeit fordern: Es sieht so aus, als werde die Polizei in ihrer Arbeit immer stärker behindert – was freilich nicht neu ist, sondern im Duktus einer immer stärker werdenden negativen politischen Landschaft zu sehen ist: http://www.blu-news.org/2012/11/18/solidaritat-fur-polizei/ Und da tut sich dann eine insolvente Zeitung wohl besonders hervor, die wenigstens dadurch ein paar Leser mehr bekommen möchte. Täter hofieren – Opfer und ihre Helfer beseitigen, scheint sich in manchen Kreisen heute gut zu machen. Aber wehe, die geschwächte Polizei ist nicht mehr in der Lage diese Herrschaften und ihre Klientel ausreichend zu schützen, weil sie diese zuvor geschwächt haben – dann werden sie noch garstiger als vorher schon. Wer die Polizei ständig ohne Grund gesellschaftspolitisch ins Abseits stellt, wird schneller eine bösartige Gesellschaft ertragen müssen, als ihm lieb ist. Auch die Polizistengegner können nicht wirklich ein Interesse daran haben, die Polizei zu schwächen, weil sie sich dann gegenseitig zerfleischen.

Impressum auf www.wolfgangfenske.de