Luther-Preis+Weltuntergang

Der Preis gelte Persönlichkeiten, die „im Sinne des Reformators Martin Luther… Zivilcourage gezeigt haben“. Und wer hat im Sinne Martin Luthers (!) Zivilcourage gezeigt? Die vom Bayerischen Landesbischof Bedford-Strohm (!) (Jurymitglied!) vorgeschlagene Aktion: Keine Bedienung für Nazis. http://www.welt.de/politik/deutschland/article110892560/Pussy-Riot-bei-Luther-Preis-Jury-durchgefallen.html Zivilcourage? Echt? Was sagen wir dazu? Nichts.

Nun zum Weltuntergang: Es gibt tatsächlich, man glaubt es kaum, intelligente Menschen, Menschen, die gesellschaftlich weit kommen, die nicht dem allgemeinen Mainstream entsprechen, Menschen, die als Studierende Kostüme und Anzüge anziehen, Menschen, die beruflichen Ehrgeiz haben, Menschen, die nicht wie Pussy Riot wie wildgewordene Furien in Kirchen herumagieren – und vielleicht in Regensburg kein Bier und in Wittenberg keinen Preis bekommen, weil sie so fremde Ideen haben, dass sie doch glatt für Nazis gehalten werden könnten. Denn sie sind fromm und stehen zu ihrem frommen Weltbild. Nicht, dass sie ein nationalsozialistisches Weltbild vertreten, sondern schlicht und ergreifend: Sie stehen nicht links und können somit von Linken und entsprechenden Extremen leicht in die Nazischublade gesteckt werden – wie die CDU, weil sie sich hin und wieder doch einmal ihres konservativen Weltbildes erinnert. Und diese konservativen Eliteschüler dürften von unseren Mainstream-Extremisten als Vorboten des Weltuntergangs angesehen werden. http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news[action]=detail&news[id]=5964 Übrigens: Wer beim Tag der Offenen Tür undercover eine Schule besucht, der hat natürlich alles notwendige Insider-Wissen, und ist Expertin für diese Schule. Das scheint die typische Karriere für ein paar Journalisten: Schreibe irgendwas gegen irgendwelche Gruppen, die bei Mainstreamgruppen Empörung auslösen – ob es stimmt oder nicht – du bist in aller Munde, also: Karrieresprung ist vorprogrammiert. Liebe Journalisten: Ruiniert nicht das Ansehen, das Zeitungen bei vielen Zeitgenossen noch haben.

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