Anglikaner+Katholiken+Lutheraner

Die Anglikaner bekommen einen konservativeren Chef: http://www.kath.net/detail.php?id=38837 Wie „konservativ“ er ist, zeigt sich hier: http://www.katholisches.info/2012/11/10/ich-werde-fur-bischofinnen-stimmen-justin-welby-neuer-anglikanischer-primas-von-england/ idea titelt gar: Ein Evangelikaler: http://www.idea.de/detail/frei-kirchen/detail/ein-evangelikaler-wird-oberhaupt-der-anglikaner.html Nun, einmal sehen, wie er sich so im Laufe seiner Zeit positioniert.

Rom will konservativere Anglikaner mit offenen Armen empfangen – wie ich im Blog schon genannt habe. Rom will auch konservativere Lutheraner mit offenen Armen empfangen: http://www.katholisches.info/2012/11/08/nach-den-anglikanern-folgt-martin-luther-papst-benedikt-xvi-und-die-ruckkehr-der-lutheraner-nach-rom/ Es gibt in vielen Punkten mehr Berührungen konservativer Christen mit Rom als mit der gegenwärtigen Protestantischen Kirche: zum Beispiel in Fragen zu Bibel und Ethik. Ich denke aber, dass der Hauptpunkt der Distanz eben die Stellung des Papstes bzw. die Hierarchie insgesamt ist. Aber nicht allein das. Für konservative Protestanten hat die Bibel den primären Rang – für Katholiken spielen die Kirchenväter und Konzilsbeschlüsse usw. auch eine vielfach gleichwertige Rolle. Ich vermute, dass die Transsubstantiationslehre der katholischen Kirche und die besondere Form der nicht reformierten Lutheraner nahe beieinander liegen, ihnen aber eben doch der Opfergedanke eher fremd ist. Wie steht es mit Maria und den Heiligen? Da herrscht wohl auch in der katholischen Kirche selbst eine ziemliche Breite an Ansichten und der Gedanke, dass die Kirche ein Leib ist, zu dem auch die Verstorbenen – also auch Maria und Heilige gemeinsam mit allen, die in Christus Lebenden – gehören, dürfte so manchem Protestanten nicht fremd sein. Aber wie zu sehen, passt so manches Denken der Katholiken auch mit den konservativen Protestanten nicht zusammen. Ob die liberalen Katholiken nun eher zu den Protestanten kommen? Sie haben auch viele Berührungspunkte vor allem in den ethischen Fragen. Warum der Absprung nicht getan wird, wird jeder selbst erklären können. Es ist wohl für alle, die sich in ihrer Kirche nicht heimisch fühlen, ein gewisser Schmerz – weil sie sich auch in der anderen Kirche nicht heimisch fühlen würden. Von daher herrscht eine Sehnsucht nach konfessioneller Einheit – deren Stillung jedoch außerhalb der Kirche liegt. Eben im Herrn der Kirche: Jesus Christus.

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