Geburtstagsschläge + andere Schläge

Bei solchen Nachrichten bleibt man sprachlos: Kinder bekommen an manchen Schulen Schläge, weil sie geburtstag haben: „Eine Rolle könne dabei laut Pfeiffer spielen, dass es in muslimischen Familien nicht Tradition sei, den Geburtstag so ausgiebig und mit vielen Geschenken zu feiern, wie das in Deutschland üblich sei. Wenn dann einzelne Mitschüler zum Geburtstag neue Smartphones oder Computer beklämewn, könnten sich jene muslimischen Kinder provoziert fühlen, die nichts erhielten.“ – Ahnt vielleicht irgendeiner von verharmlosenden Politikern, wo Islamfeindlichkeit geschürt wird? Glaubt wirklich jemand, dass solchen Kindern, die aus diesem Grund verprügelt wurden, Menschen werden, die anderen gegenüber freundlich gesinnt sind? Da können Leute aus noch so vielen guten Gründen sagen, dass Ausländerfeindlichkeit übel ist, da kann man sich noch so sehr theoretisch für alles mögliche Gute einsetzen – Verprügelte werden kaum mehr diesen Worten glauben.

Unterirdisch ist auch dieser Text: http://www.taz.de/!104949/ von Deniz Yücel: „Der Ausländerschutzbeauftragte“ – er scheint um der billigen Effekthascherei willen sämtliche moralischen Schutzmechanismen zu verlieren.

Politik scheint in Sachen Salafisten hilflos? http://www.welt.de/politik/deutschland/article110853935/Die-salafistische-Verfuehrung-in-Deutschland.html Ja sicher, wenn sie auf die selbst ernannten Muslim-Vertreter im Land so viel Rücksicht nehmen, wie neulich an der Plakat-Aktion gesehen, dann werden sie noch viele Jugendliche an die Islamisten verlieren.

Auch der schwedische Ministerpräsident scheint Schläge zu verteilen: Um seine Bürger zu erziehen, die die Einwanderungspolitik kritisch begleiten, will er aus Strafe die Einwanderungspolitik liberalisieren. http://avpixlatde.wordpress.com/2012/11/06/schwedens-ministerprasident-masseneinwanderung-ist-strafe-fur-rechte-wahler/ (gefunden über pi.)

Übrigens lässt sich immer stärker beobachten, dass Medien, um Rechten (nicht Rechtsextremen) was auszuwischen, Linke bis Linksextreme aufmarschieren lassen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihren politischen Konkurrenten mit allen Mitteln der Kunst niederzumachen. Wenn Medien also etwas gegen eine konservative Gruppierung haben, dürfen Mitglieder einer linken Gruppierung über diese herfallen. Und dürfen sich die Konservativen verteidigen? Natürlich nicht, das könnte ja Menschen zum Nachdenken bringen.

Ich nenne kaum Verbrechen – aber dass die Zeitung das „Streit“ nennt, ist für mich Grund, es zu nennen. Da attackiert einer einen liegengebliebenen Mann – dann auch mit einem Messer – und das wird Streit genannt: http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/messerattacke-streit-zwischen-autofahrern-endet-blutig/7365316.html Das ist genauso wie das, was wir immer lesen müssen: Da wirft einer eine Granate in eine Kirche und dann steht in der Zeitung: in der Auseinandersetzung zwischen Christen und Muslimen… (Nachtrag:) Übrigens lest einmal diese Leserbriefe zur Schießerei in einer Fabrik. Wenn Medien verschweigen, dann sprießen die Gerüchte – und das ist schlimmer als wenn sie mehr sagen würden. Damit sage ich nicht, dass die Leser mehr wissen – aber das Vermuten ist die Folge jahrelanger Vertuschungspolitik: http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article110879667/Ein-Toter-und-vier-Verletzte-bei-Schiesserei-in-Fabrik.html Die Täter will man damit schützen – sät damit aber gerade Misstrauen zwischen Bevölkerungsgruppen.

Manche sehen in allem, was sie nicht verstehen, Nazis. So dieser Student, der in Burschenschaftlern Nazis sieht, weil er nicht versteht, dass es Menschen gibt, die der Tradition verhaftet sind. Und er weiß sicher nicht, dass Tradition nicht automatisch Nationalsozialismus bedeutet. Da studiert er so lange und hat noch keinen blassen Schimmer von unserer Geschichte. Ein Armutszeugnis ist das. http://www.tagesspiegel.de/wissen/burschenschaften-eklat-an-der-fu-wegen-uniformierter-verbindungsstudenten/7365162.html Ich selbst war auch konsterniert, als ich in einer Universitätsstadt das erste Mal Burschenschaftler sah, weil ich nicht wusste, dass es so etwas gab. Aber dann erkundigt man sich erst einmal, bevor man alles als Nazi bezeichnet.

Der Massenmörder beschwert sich über die Unterbringung, sie verstoße gegen die Menschenrechte – er hat viel von dem anderen Mörder, Gäfgen, gelernt – der hat ja auch ständig „Recht“ bekommen: http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article110870388/Moerder-Breivik-jammert-ueber-Haftbedingungen.html

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Eine Antwort auf „Geburtstagsschläge + andere Schläge“

  1. Ebenso unbegreiflich wie penetrant dumm und gefährlich sind in diesen Tagen
    die Kommentare zu den Dresdener Demonstrationen von Spitzenleuten in Politik und Kirchen. Ihr gutes Recht ist, das ihnen nicht Gefallende zu kritisieren. Jedoch ist es nicht ihr Recht, Fakten, deren Motivationen und Hintergründe bewusst zu verfälschen und die Toleranz, die sie predigen, gleichzeitig mit Füßen treten. Wer ihnen dabei behilflich ist, liegt aif der Hand: es sind die, die in unserem Land mit roher Gewalt den Gemeinschaftsfrieden permanent stören und von den Ordnungsorganen und weiten Teilen der Medien allein „Krawallmacher“ genannt , deren provozierte Widersacher aber als staatsfeindliche „Nazis“ denunziert werden.
    Wie war das noch mit
    der Toleranz und mit der politischen Auseinandersetzung?
    fragt das echolot

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