Reformation geht weiter

Die Reformation geht weiter – fragt sich nur: Wohin? http://www.jesus.de/index.php?id=885&tx_ttnews[tt_news]=188469&cHash=1a8209883655dcc7cb198b6c34aec90a Zur Selbstsäkularisierung? – Somit also dahin, sich in unserer Gesellschaft überflüssig zu machen? http://www.kath.net/detail.php?id=38795

Jesus forderte: Klug zu sein, standhaft zu sein. Zeitgenossen verwechseln das mit „unterwürfig sein“ und zu allen Leuten und gesellschaftlich hofierten Ideologien Ja und Amen zu sagen. Stellt euch mal vor, liebe Brüder und Schwestern, Jesus wäre so ohne Sinn und Verstand unterwürfig gewesen. Selbst Feindesliebe war nicht romantisch unterwürfig, beschwichtigend – sondern provokant und reizte den Gegner bis aufs Blut!

Es gibt Zeiten, die erkämpfen sich mühsam Freiräume – und es gibt Zeiten, in denen die Freiräume leichtfertig aufgegeben werden, weil man sich dadurch für besonders menschenfreundlich und angepasst hält. Das soll nicht bedeuten, dass die Kirche um ihrer Selbstwillen oder zur Stärkung der Institution stark sein soll, sondern um der Menschen einer Gesellschaft willen. Wer den Anspruch hat, Gottes Willen in der Welt durchzusetzen, darf um der Menschen Willen nicht aufgeben. Oder hat die Kirche nicht mehr diesen Amspruch?

Mein Lieblingsspruch ist der von Johannes XXIII. Ich habe ihn schon ein paar Mal sinngemäß genannt: Die Kirche hat sich seit 2000 Jahren nicht zerstören können – darum werden andere sie auch nicht zerstören. Dieser Satz ist so gut, weil er angesichts all der alltäglichen Auseinandersetzungen und politischen Dummheiten in den Kirchen Mut macht. Die Kirche kann durch Menschen nicht zerstört werden, was auch immer sie tun, weil sie Jesus Christus gehört – und der lässt eben seine Kirche nicht kaputt machen. Nicht nur Papst XXIII., sondern auch die Kraft und die Herrlichkeit von Graham Greene geben in dieser Hinsicht Hoffnung.

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