Bischofssynode in Rom

Thomas Söding zur Bischofssynode in Rom: http://www.domradio.de/aktuell/84724/deutschland-ist-nicht-der-nabel-der-welt.html „Deutschland ist nicht der Nabel der Welt“: „Der Islam ist eine Herausforderung, weil er uns Christen fragt, wie wir es mit dem Bekenntnis an den einen Gott halten. Und da muss man die einfachen Antworten des christlichen Glaubens noch besser kommunizieren, auch in Deutschland: Gott ist nicht einsam, Gott ist nicht isoliert, Gott ist nicht jemand, der einfach nur Entscheidungen trifft, sondern Gott ist Liebe, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.“

Interessant ist die Schlussbotschaft der Synode zur Neuevangelisierung. Vor allem der Punkt 10 sei hier genannt, weil in meinem Blog ja ein gewisser Schwerpunkt auf dem Thema Kunst, Religionen und Atheismus liegt. Zu den Religionen heißt es:

>Der Dialog der Kirche hat schließlich als natürlichen Gesprächspartner die Anhänger der Religionen. Evangelisierung geschieht aus Überzeugung von der Wahrheit Christi, nicht gegen jemanden. Das Evangelium Christi ist Friede und Freude, und seine Jünger freuen sich anzuerkennen, was der religiöse Geist der Menschen an Wahrem und Gutem in der von Gott geschaffenen Welt hervorgebracht und in den Formen der verschiedenen Religionen ausgedrückt hat. Der Dialog unter den Gläubigen der verschiedenen Religionen will ein Beitrag zum Frieden sein. Er weist jeglichen Fundamentalismus zurück und verurteilt jegliche Art von Gewalt gegen die Gläubigen, die eine schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte darstellt. Die Kirchen auf der ganzen Welt wissen sich ihren leidenden Schwestern und Brüdern in Gebet und Brüderlichkeit verbunden und bitten diejenigen, die das Schicksal der Völker in Händen halten, dass sie das Recht aller auf eine freie Wahl, ein freies Bekenntnis und ein freies Zeugnis des Glaubens schützen.<

Zum Thema Vernunft und Glaube heißt es unter anderem: >Ein besonderer Bereich der Begegnung zwischen Glaube und Vernunft ist heutzutage der Dialog mit den Wissenschaften. Diese sind in sich alles andere als dem Glauben fern stehend, wo sie doch einen Ausdruck jenes geistlichen Prinzips darstellen, das Gott in seine menschlichen Geschöpfe hineingelegt hat und das es diesen ermöglicht, die vernünftigen Strukturen, auf denen die Schöpfung gegründet ist, zu erfassen. Wenn sich Wissenschaft und Technik nicht irrigerweise herausnehmen, die Wahrnehmung des Menschen und der Welt in einen trockenen Materialismus einzuschließen, dann werden sie zu einem wertvollen Verbündeten für den Fortschritt der Vermenschlichung des Lebens. Unser Dank richtet sich auch an alle, die sich an dieser sensiblen Front des Wissens engagieren.<

Zur Kunst: >Ebenso möchten wir einen Dank an die Frauen und Männer richten, die auf einem anderen Gebiet des menschlichen Geistes tätig sind, und zwar jenem der Kunst in ihren verschiedenen Formen, von den ältesten bis hin zu den neuesten. In Ihren Werken – soweit sie dazu neigen, die Sehnsucht des Menschen nach Schönheit darzustellen – erkennen wir eine besonders bedeutende Art, Spiritualität auszudrücken. Wir sind dankbar, wenn sie uns mit ihren schönen Werken helfen, die Schönheit des Antlitzes Gottes und seiner Geschöpfe sichtbar werden zu lassen. Der Weg der Schönheit ist besonders wirksamer Weg der Neuevangelisierung.<

Natürlich werden unter Punkt 10 eine Menge weiterer Themen angesprochen: Kommunikation, Politik, Wirtschaft… Hier nachzulesen: http://www.kath.net/detail.php?id=38625

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