Asylsuchende+Roma

Wenn es den Asylsuchenden jetzt bei uns in Europa nicht mehr gut geht, dann weiß ich auch nicht: http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/en/jha/133193.pdf

Die EU veröffentlicht auf Englisch und Französisch. Deutsch? Vielleicht sollen wir das auch nicht so richtig verstehen, was die da oben so beschließen. Das langt, wenn es die Franzosen tun. Die Engländer sind von diesen Bestimmungen sowieso ausgeschlossen und können alles ruhig wissen. Warum ausgeschlossen? Dänemark auch. Warum? Und Irland. Warum? Wahrscheinlich fanden sie diese Bestimmungen zu großzügig, weil das Geld erst einmal verdient werden muss. (Gefunden über pi.)

Nun, aus Serbien usw. kommen in letzter Zeit sehr viele – die Argumentation hat sich geändert: Die Roma fliehen nicht mehr, weil es bald Winter wird, sondern weil sie bedrängt werden, weil es ihnen dort nicht gut geht. Das stimmt. Das Problem ist nur, dass, wenn die Politik nicht aufpasst, es so kommt wie in Frankreich und Italien: Dann geht es ihnen hier auch nicht gut, weil die Bevölkerung eben nicht alles mitmacht, was die naive Politik ihnen so vor die Haustüren setzt.

Ich selbst denke, man soll diejenigen aufnehmen, die wirklich Asyl suchen, weil sie verfolgt werden – so entspricht es auch unseren Gesetzen. Wenn darüber hinaus noch Menschen ins Land gelassen werden, dann nur insoweit sie auch betreut werden können. Alles andere führt dann auch das neue Land in Zustände hinein, denen die Roma entflohen sind. Mitleid ist schön und gut, und wunderbar – nur muss es in einem Staatswesen von Realpolitik begleitet werden. Alles andere führt nur zu dem berühmten Satz: Gut gemeint – aber schlecht gemacht.

Sehr wichtig ist der Ansatz, das Problem des Miteinanders mit dem so genannten fahrenden Volk in den Staaten selbst zu lösen. Hierauf sollte die EU den Blick richten.

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Eine Antwort auf „Asylsuchende+Roma“

  1. „Sehr wichtig ist der Ansatz, das Problem des Miteinanders mit dem so genannten fahrenden Volk in den Staaten selbst zu lösen. Hierauf sollte die EU den Blick richten.“
    Sollte. Tut sie aber, wenn überhaupt, überaus zögerlich. Warum wohl? Könnte es sein, dass das Öffnen der Grenzen und die Aufnahme des „Fahrenden Volkes“ scheinbar einfacher ist als die Auseinandersetzung in dieser Sache mit den Regierungen der Herkunftsländer. Was die Menschen in den „aufnehmenden“ Ländern dazu sagen, ist den Multikulti-europaparlamentariern ohnehin gleichgültig: Hauptsache die Bürger zahlen die (und die eigene) Zeche.
    Das Echolot wünscht eine gute Nacht!

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