Gesellschaftliche Veränderungen erzwingen

Was signalisiert das denn für eine Weltanschauung – man glaubte sie überwunden, aber sie kommt mit den Grüninnen und Grünen wieder: Bundeswehr = sinnloser Kriegsdienst. Oder wie soll man das verstehen, dass die Regierung in NRW und möglicherweise auch bald in BW Bundeswehrvorträge an Schulen nur erlauben will, wenn parallel Friedensdienste ihre Sicht der Dinge weitergeben. http://www.welt.de/politik/deutschland/article109772053/Bundeswehr-verliert-Redehoheit-in-Schulklassen.html

Unser Land ruht sich an der Schulter der anderen Länder aus. Wenn es irgendwann, irgendwie einmal Krieg geben sollte – nun, die USA und die Franzosen und Briten, die Niederländer… werden dann für uns da sein! Nein, so denken die nicht. Die denken: Na dann, lieber Feind, wenn du uns haben willst, dann nimm uns doch.

Viele der verehrten Blogleserinnen und Blogleser werden nun denken: Was für ein Feind? Kein Feind ist weit und breit in Sicht. Recht habt Ihr. Auf ewig wird kein Feind da sein und auch keiner wird kommen. Weg mit NATO, weg mit Bundeswehr.

Es gibt tatsächlich Menschen, die keine Ahnung von Geschichte haben, von Zukunft – dass sie sehr lang ist – und so, aber vielleicht sollte man einmal darüber nachdenken. Alle Menschen werden Brüder und Schwestern, sie lieben einander ewiglich – das ist ein Traum, aber Regierungen sollten der Realität ins Auge schauen.

Vielleicht hängt das alles zusammen? Die Gesellschaft will man auf Teufel komm raus groß verändern – und das kostet Geld… – und der Alltag, die alltäglichen nötigen Dinge, die übersieht man vor lauter Weltveränderungswünschen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/rekord-finanznot-in-nrw-gemeinden-leverkusens-kaemmerer-klagt-an-a-859531.html Und manche bleiben auf der Strecke: Eine weiße Texanerin klagt gegen die Bevorzugung von anderen Gruppen: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/diskriminierung-in-usa-weisse-amerikanerin-verklagt-universitaet-a-860719.html – könnte eine solche Klage eigentlich bei uns Erfolg haben? Das alles hängt irgendwie mit neu-ideologischer Mentalität zusammen.

Man sieht die Gegenwart – vergisst Vergangenheit und Zukunft.

Man sieht die weite Welt und will sie retten – übersieht die nahe Welt und lässt sie verlumpen.

Man sieht Gruppen und will ihnen helfen – treibt gleichzeitig einen anderen Spaltklotz in die Gesellschaft.

Man träumt von einem idealen Menschen – vergisst dabei den Menschen wie er ist.

Nachtrag: Sehr gut, wieder einmal Broder. Er kritisiert ebenso die Beurteilung der Bundeswehr durch NRW und BW – sieht darüber hinaus, dass Friedensbewegungen auch Hindernisse für den Frieden sein konnten: http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article109796691/Ein-bisschen-Frieden-aber-erst-nach-dem-Blutbad.html

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