Islamisten-Freuden

Bischof Mfumbusa aus Tansania sieht eine zunehmende Islamisierung des Landes, sieht Wanderprediger aus Saudi Arabien und dem Sudan – und Muslime stellen vermehrt politische Forderungen: http://www.kath.net/detail.php?id=38348 Tansania mit seinen 31% Muslimen ist auch wie andere Länder vor Radikalisierung gefährdet. Nun, das ist für viele keine negative Nachricht, sondern eine frohe Information.

Ägypten – bald ist es auf dem Niveau Pakistans gelandet: Zwei Jungs wurden beschuldigt, Seiten aus dem Koran herausgerissen zu haben und darauf uriniert zu haben. Schon wieder – das scheint ein unheimlich beliebter Vorwurf in diesen Ländern zu sein. Religionspsychologen sollten das mal untersuchen. Wie alt sind die Jungs? 9 und 10 Jahre – einer davon ist Analphabet. http://www.kath.net/detail.php?id=38346 Fans des Imam, der die beiden angezeigt hat, dürften diese Tat als besonders großartig ansehen. Von daher liebe Kritiker: Bitte immer auch die andere Perspektive einnehmen. Hier: Der Imam ist für manche äußerst bewundernswert, Religionspreis verdächtig, weil er sich nicht scheute, aus religiösen Gründen, aus Gründen der Ehre dieser Religion die beiden ungläubigen Burschen anzuzeigen. (Übrigens auch die Aussage, dass Ägypten bald auf dem Niveau Pakistans gelandet ist, dürfte für so manchen dieser Gesinnungsgenossen ein Lob bedeuten.)

Selbst diese Information, dass Christen aus Pakistan meinen, dass der muslimische Staat sie nicht schützen könne, wird so manches islamistische Herz vor Freude höher schlagen lassen: http://www.pro-medienmagazin.de/nachrichten.html?&news[action]=detail&news[id]=5848

Ist das ein Witz? Leider wohl nicht. Eine ehemalige Ministerin aus Frankreich, Rachida Dati, die marokkanischer Abstammung ist und auch doppelte Staatsangehörigkeit hat, wurde von einem Marokkaner in Marokko angezeigt, weil sie in Frankreich ein uneheliches Kind hat. http://derstandard.at/1348284836415/Uneheliche-Tochter-Marokko-will-Frankreichs-Ex-Ministerin-Rachida-Dati-aburteilen (gefunden über Kybeline) Warum ist das eine Islamisten Freude? Es gibt also auch in Marokko standhafte Menschen, denen es egal ist, ob es sich um eine ehemalige Ministerin handelt oder nicht, wenn sie ein uneheliches Kind hat – Hauptsache das marokkanische Recht wird geehrt.

Weitere Islamisten-Freuden:

Ich hatte das Thema schon häufiger im Blog, dass Waldbrände in Europa (und Australien) Teil eines Dschihad-Kampfes sein könnten. Nun spricht auch der russische Geheimdienst davon: http://www.welt.de/politik/ausland/article109609509/Fuehrt-al-Qaida-in-Europa-einen-Wald-Dschihad.html Ist das echt denkbar? Wenn Islamisten-Seiten dazu aufrufen, kann man sich vorstellen, dass es ein paar Leute gibt, die Brände legen – und stolz darauf sind, weil sie ihrer Religion einen großen Dienst getan haben.

Fast kam es – ein wenig übertrieben – zum Dschihad wegen Kunst. Ein Mädchen wurde georfeigt, weil sie auf einen Koranvers getreten ist. Möglicher Aufruhr wurde gerade noch mal abgewendet: http://www.jihadwatch.org/2012/10/france-quran-art-exhibit-pulled-after-near-riot.html Lob sei dem, der die Ohrfeige gab, er hat tapfer den Koran, dessen Ehre verteidigt.

Wenn ich so weitermache, werde ich noch zur beliebtesten Islamisten-Seite, weil ich ständig deren weltweiten Erfolge bringe. Aber da ich noch nicht zur Islamisten-Freuden-Seite aufgestiegen bin, vermute ich, haben sie nicht wirklich Freude an Gewalttaten.

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