Darf der Islam kritisiert werden?

Den meisten Menschen unserer Kultur dürfte ein klares „Ja“ aus dem Mund, Herzen, Hirn kommen. Natürlich darf man den Islam kritisieren. Man darf das Christentum kritisieren, die Kirchen, den Buddhismus, den Dalai Lama, Obama, den Bundespräsidenten, das Verfassungsgericht, die Bundeskanzlerin, Gott seit jeher und Jesus sowieso – alles und jeder darf kritisert werden. Von daher steht man kopfschüttelnd vor der Frage: Darf der Islam kritisiert werden? Darf Mohammed kritisiert werden? Diese Frage überhaupt aufzuwerfen, ist für die meisten meiner Landsleute einfach faschistoid. Gut, wenn ein Mensch, der im tiefsten Ägypten, Pakistan, Jemen aufgewachsen ist, das tut, dann kann man eine solche Frage verstehen und ihm sagen: Mensch, es gibt noch andere Kulturen auf der Welt als deine Monokultur. Doch sie wird von einem europäischen Zeitgenossen aufgeworfen und Kritiker des Islam werden als Rassisten denunziert. Sicher, auch Islamkritiker darf man kritisieren, vor allem auch, wenn sie rassistische Tendenzen haben – aber Kritik am Islam als solchen als Rassismus zu denunzieren ist schon ein starkes Stück. Dagegen: http://www.blick.ch/news/politik/gegnerschaft-id2051233.html (gefunden über pi).

Impressum auf www.wolfgangfenske.de