Buschkowsky

Nun, bis ich das Buch von Buschkowsky selbst gelesen habe, muss ich noch übernehmen, was ich über es lese: „Integration und die Bereitschaft dazu sind an erster Stelle eine Bringschuld der Hinzukommenden. Wir sind mit den Regeln, die wir haben, zufrieden. wer zu uns kommt, muss sie bejahen und sich an der Mehrung des Wohlstands dieser Gesellschaft aktiv beteiligen – ist es nicht das Recht einer jeden Gesellschaft, das zu sagen?“ http://www.welt.de/politik/deutschland/article109352499/Buschkowsky-Integration-ist-eine-Bringschuld.html Das ist ein Satz, den manchen zur Weißglut treiben dürfte, denn meiner Erfahrung nach denken einige, das ist „nicht das Recht einer jeden Gesellschaft, das zu sagen“ – zumindest nicht das Recht unserer Gesellschaft. So mancher sieht es so, dass wir uns den Hinzukommenden anzupassen haben. Den hinzukommenden Hindus? Den hinzukommenden Buddhisten? Den hinzukommenden Schintoisten? Den hinzukommenden Konfuzianisten? Den hinzukommenden Christen? Den hinzukommenden Atheisten? Nein, nein, denen doch nicht. Wer bleibt da noch übrig? Den Ungenannten muss sich unsere Gesellschaft anpassen.

faz-online titelt gar: „Das Zuschauen muss ein Ende haben“: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/buschkowskys-gesellschaftsanalyse-das-zuschauen-muss-ein-ende-haben-11896017.html Bislang wurden diejenigen, die das sagten und schrieben, vielfach scheel angesehen. Ob sich das mit dem Buschkowsky-Buch ändern wird? Wohl eher nicht. Man wird es wieder als wenig hilfreich einordnen, diejenigen, die es positiv benennen dem Satan zuordnen und die Lesungen Buschkowskys mit Massen von irgendwelchen erlebnisorientierten Demonstranten blockieren. Dann wird sich das Schweigen wieder auf das Land legen. Wenn nicht – dann hat sich doch etwas in den letzten Jahren zum Positiven hin gewendet, und die arabischstämmigen Schüler, die um Hilfe gegen Drogendealer bitten, werden Hilfe bekommen, die Eingewanderten werden die Möglichkeit bekommen, auch Geige zu lernen, sie werden endlich Chancen bekommen, wie sie alle Kinder in unserem Land haben sollten. Ein Klima der Offenheit – das wäre schön, überall im Land. Unser Land will die Kinder, die hier geboren sind, die hier aufwachsen – sie sollen alle Chancen bekommen, die sie weiter bringen im Beruf, in der Gesellschaft… – und alle, die sich durch Vertuschungen und Verharmlosungen hervortun, die auf diese Weise den Kindern die Zukunftschancen nehmen, die sollen durch die Kultur der Offenheit beschämt werden: Denn erst dann, wenn negative Entwicklungen aufgezeigt werden, kann man wirklich etwas an den Missständen ändern.

Das Innenministerium verschiebt die Plakataktion „vermisst“ http://www.tagesschau.de/inland/plakataktion-radikalisierung100.html Dreimal dürft ihr raten, warum. Weil man nun davon ausgeht, dass in diesen Tagen keine jungen Muslime zu Extremisten überlaufen, ist sicher nicht der Grund.

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Eine Antwort auf „Buschkowsky“

  1. „…..So mancher sieht es so, dass wir uns den Hinzukommenden anzupassen haben. Den hinzukommenden Hindus? Den hinzukommenden Buddhisten? Den hinzukommenden Schintoisten? Den hinzukommenden Konfuzianisten? Den hinzukommenden Christen? Den hinzukommenden Atheisten? Nein, nein, denen doch nicht. Wer bleibt da noch übrig? Den Ungenannten muss sich unsere Gesellschaft anpassen.“
    Wer sind die „manchen“?
    Sicher nicht zuletzt ein Großteil der Gutmenschen und nicht wenige Spitzen- und andere Politiker aller Parteien unserer Tage. Bleibt die Hoffnung, dass auch diese zur Vernunft kommen -zu Gunsten aller Bbeteiligten
    meint das
    Echolot

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