Eussners Erklärung + Islamisten

Gudrun Eussner  http://eussner.blogspot.fr/2012/09/der-islamismus-antwort-auf-richard.html#more „Nicht der Islamismus´, sondern der Islam… zersetzt unsere offene (?) Gesellschaft.“ Sie setzt sich mit dem Beitrag von Herzinger auseinander: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article109246816/Der-Islamismus-strebt-nach-der-Weltherrschaft.html

Ich sehe das so, dass Eussner von der Theorie des Islam her gesehen Recht hat – nur: Auch bei den Muslimen wird nicht so heiß gegessen wie gekocht. Anders gesagt: Es gibt viele Muslime, die ihren Glauben leben – ohne islamistischen und extremistischenTendenzen zu folgen. Wie sollen wir diese Muslime von den Extremisten unterscheiden, wenn nicht durch den Begriff Islamismus?  Man darf sie nicht alle in einen Topf werfen. Das Problem ist freilich: Unsere offene Gesellschaft weiß normalerweise nicht, wer auf dem Wege ist, sie extremistisch zu unterwandern, auf dem Wege ist, die Loyalität zu den Extremisten wichtiger zu nehmen als die Ideale der offenen Gesellschaft. Wir müssen differenzierte Wege suchen, um die Gefahr zu minimieren. Und das gilt für Ämter wie auch sonst für Arbeitgeber, Extremismus – auch im Namen der Muslime, die hier die offene Gesellschaft begrüßen und in ihr leben möchten – zu bekämpfen. Doch das geht nicht, indem wir auch die freieren Muslim bekämpfen, weil wir dadurch der „offenen Gesellschaft“ gegenüber untreu werden. Es ist dieselbe Diskussion wie sie angesichts des Links- und Rechtsextremismus geführt wird: Was muss unsere Gesellschaft dulden, um nicht selbst in Extremismus abzurutschen? Welche Wege kann sie gehen, um nicht selbst extremistische Wege zu gehen? Das Wesentliche ist – so sehe ich das – dass man in der Gesellschaft so lebt, dass für sie geworben wird, dass man argumentiert. Gleichzeitig muss der Staat freilich Extremismus welcher Couleur auch immer im Blick haben, um sich von den Extremisten nicht irgendwann überrennen zu lassen (s. Syrien). Die Beispiele, die Eussner anführt, die für die Weltherrschaftsbestrebungen der Islamisten sprechen, die sind ernst zu nehmen, aber ich vermute, dass sie wie alle andren Extremismen in unserem Land keine Chance haben. Es sei denn: Es wird verboten, den Islamismus anzuprangern, es sei denn, dass die inländischen Verteidiger sofort auf den Plan treten, um die Islamisten zu verteidigen, es sei denn, man ist zu feige, die eigenen Werte zu betonen und ist dabei, ständig dem aggressiven Mob nachzugeben, sich bei ihm liebkind machen zu wollen, damit er einem ja nichts Böses tut. Der größte Steigbügelhalter der Islamisten (und anderer Extremisten) ist die Angst und sind die inländischen autochtonen Verteidiger.

Frankreich schließt Botschaften und Schulen in ca. 20 Ländern, weil eine Satire-Zeitschrift Mohammed-Karikaturen veröffentlicht hat und man nun Aggressionen befürchtet: http://www.welt.de/politik/ausland/article109322563/Angst-vor-Unruhen-Paris-schliesst-Botschaften.html .

Der Islamist fordert: Alle Muslime sollten diesen Film sehen. Warum? „Damit das Blut kocht“ . „Menschen wie ihm liege es im Blut zu kämpfen. `Welchen Wert hat ein Leben, wenn man nicht bereit ist, für Gott und für unsere Ehre zu kämpfen und notfalls zu sterben?´´“ http://www.spiegel.de/politik/ausland/mohammed-film-prediger-aus-pakistan-ruft-zur-gewalt-auf-a-856672.html Was für ein Gott, was für eine Ehre? Was meint er damit: „Menschen wie ihm“? Was sind das für Leute? Und was sind das für Leute, die sich von so einem aufputschen lassen?

Übrigens: Es gehört zur religiösen Freiheit, Botschafter zu ermorden, wenn der Westen den Islam beleidigt http://www.persecution.org/?p=37048 Das ist schon interessant, wie andere ticken – man verwendet dieselben Worte (religiöse Freiheit), mit völlig anderem Inhalt.

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