Politischer Beschneidungsirrsinn

Natürlich kapiere ich, warum Gegner gegen die Beschneidung auftreten. Nur: Die Gegner der Beschneidung sind Eintagsfliegen. Juden und Muslime gibt es noch, wenn sämtliche Atheisten und Antibeschneidungsmenschen sich ins Nirgendwo aufgelöst haben – das zeigt zumindest die Geschichte. Das ist schon interessant zu sehen, dass ich als Christ gegen die Beschneidungsgegner argumentieren muss. Doch wer ein wenig Ahnung von Geschichte hat, der sieht die Beschneidungsgegner als solche an, die nichts als Aufruhr und Diskrminierung bringen – einen Sturm im Wasserglas – und dann ist wieder Ruhe, weil sie sich nicht durchsetzen können und auch nicht dürfen. Warum nicht dürfen? Weil es nicht angeht, dass sie mit ihren ideologischen Vorgaben – und erscheinen sie noch so menschlich und fürsorglich – Menschen in ihrer Freiheit einschränken. Diese Bedingungen, die die Politik in dieser Zwickmühle stellt (Betäubungen, Klinik usw.), sind nichts als hilflose Versuche, irgendwie die Beschneidungsgegner zu beruhigen – weil sie wissen, dass ein Beschneidungsverbot sich schlicht und ergreifend nicht durchsetzen kann. Glaubende haben Jahrtausende überlebt. Sie haben Strategien, die sie weiterhin überleben lassen. Da konnten Römer, Nationalsozialisten, Kommunisten, und sonstige Staatsmächte und Ideologien usw. usw. letztendlich nichts gegen ausrichten. Noch ein Wörtchen an Islamkritiker: Weil man den Islam kritisiert und dessen Beschneidungen ablehnt, muss man noch lange nicht die jüdische Beschneidung ablehnen, weil sie ganz anders einzuordnen sind (Alter, religiöse Notwendigkeit usw.).

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