Jüdische Kippa

Soweit sind wir schon gekommen, dass Juden nicht mehr wagen, jüdische Kleidung zu tragen. Das ist eine Schande ohnegleichen. Müssen wir als nächstes befürchten, dass Christen, die ein christliches Zeichen tragen, angegriffen werden? Die Muslime müssen diejenigen ihrer Religion, die mit ihrer Intoleranz ihre islamische Religion in den Dreck treten, öffentlich lautstark in die Schranken weisen. Und das geschieht nicht dadurch, dass man öffentlich so Unglaubwürdiges sagt wie: Der Islam ist nicht antisemitisch bzw. antijüdisch. Leugnen hilft nicht weiter. Auch wir Christen mussten und müssen die Wurzeln des Hasses immer wieder offen legen – und wer unter dem Grundgesetz mit anderen einvernehmlich leben will, muss es in seiner Religion und seiner Weltanschauung auch tun. http://www.welt.de/politik/deutschland/article108874823/Wir-raten-ab-auf-der-Strasse-Kippa-zu-tragen.html

Und ebenso unglaubwürdig ist das Verhalten, das die Plakataktion des Innenministeriums bei Muslimen hervorruft: Man muss der Wahrheit ins Gesicht schauen können und wenn die Wahrheit unangenehm ist, dagegen angehen – und nicht diejenigen angehen, die die Wahrheit auf den Tisch legen. Man kann nicht als Führer einer muslimischen Gruppe einerseits resigniert sagen: Gegen die Extremisten unter uns können wir einfach nichts tun – und dann andererseits gleichzeitig dagegen sein, wenn andere versuchen, die Jugendlichen von Extremisten abzuhalten. Das ist nicht glaubwürdig. http://www.welt.de/politik/deutschland/article108878725/Friedrichs-Plakat-Kampagne-empoert-Muslime.html

Ich erkenne immer wieder ein eigenartiges Verhalten: Solidarität mit den eigenen Leuten, auch wenn sie Mist bauen. Und gleichzeitig ein Wundern, wenn man dann von anderen misstrauisch beäugt wird. Dann folgt das Klagen, dass alle so böse zu mir sind – und man doch nur Gutes will. Nein, Unrecht muss Unrecht genannt werden – unisono mit den Andersgläubigen. In unserem Land hat kein vernünftiger Mensch etwas gegen Muslime – wenn sie sich denn an die Gepflogenheiten des Landes ausrichten. Das heißt nicht, dass Muslime alle Christen werden sollen – das ist damit nicht gemeint -, auch nicht, dass Muslime nun alle Atheisten werden sollen – auch das ist nicht gemeint. Gemeint ist: Die grundlegenden Menschenrechte zu akzeptieren. Aber nicht allein, wenn es darum geht, sie einzufordern – sondern sie auch anderen zu gewähren.

Freunde macht man sich übrigens auch nicht damit, wenn man hofft, dass die Einwohner eines Landes bald alle aussterben, damit ich meine Vorstellungen von Welt und Religion erzwingen kann. Freunde macht man sich auch nicht damit, dass man hofft, durch besonders große Gebärfreudigeit (Erdogan) bzw. durch das Nachholen von gleichgesinnten Verwandten und zu Verwandten erklärten Menschen die Einheimischen schneller überflügeln zu wollen. Das sieht doch sicher jeder, dass das nicht Begeisterung bei denen hervorruft, die verdrängt werden sollen. Vor allem ruft das nicht sehr große Freude hervor, weil ihnen durch alle möglichen Verhaltensweisen vor Ort und in islamischen Ländern verdeutlicht wird, dass diese Lebensweise nicht von Vorteil ist, im Gegenteil, nichts als (zum Teil verinnerlicheten) Zwang mit sich bringt. Ich denke, da hat ein großer Teil unserer islamischen Community noch einiges zu lernen. http://www.zukunftskinder.org/?p=25233

Und damit macht man sich auch keine Freunde, sondern schürt nur Ängste: Islamisten kapern drei Webseiten in Frankreich: http://europenews.dk/de/node/57892 – und man sieht nur Kämpfer, die den Islam preisen. Ich weiß, Extremisten ist es gleich, ob sie sich Freunde machen oder nicht, ob sie ihre eigenen Glaubensbrüder und -schwestern das Leben schwer machen oder nicht. Darum sollten die Muslime, die von ihren eigenen Extremisten getrietzt werden, gegen sie angehen, gemeinsam mit den anderen Menschen guten Willens, die in einem Staat leben wollen, in dem jeder Mensch gerne lebt, in dem keiner durch irgendwelche Gewalttäter in den Boden gestampft wird.

Auch das hatte ich schon wiederholt im Blog: Verschwunden ist das Gipfelkreuz. http://www.welt.de/regionales/muenchen/article108877871/Gipfelkreuz-vor-arabischen-Touristen-versteckt.html Meine Frage ist: Wenn nun einer durch diese Prospekte dazu angeregt worden sein sollte, in die Berge zu gehen – und dort das Gipfelkreuz entdeckt – kann er dann seine Reisekosten zurückverlangen – wegen Vorspiegelung falscher Tatsachen? Da denkt man dann, man kommt in ein muslimisches Land – und Schock o Graus: Steht ein Kreuz da. Das geht doch nicht!

Noch ein Thema – dieses Mal ist nicht das unmögliche Verhalten mancher muslimischen Führer im Blick, sondern das vieler meiner deutschen Zeitgenossen: Die Hysterie in unserem Land angesichts der Beschneidung von Jungen: http://www.welt.de/debatte/article108875746/Real-existierender-Humanismus-nach-Hausfrauenart.html

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