Genie-Schüler

Ich bin auch der Meinung, dass in jedem Schüler ein Genie steckt – aber vielleicht nicht in jedem Professor. Gerald Hüther meint zumindest, dass in jedem Schüler ein Genie stecken würde, man muss nur herausfinden, was ihn begeistert. Und das sei Aufgabe der Lehrer. Recht hat er.

Doch: Ich möchte einmal sehen, wie ein Lehrer mit 30 Schülern das Geniale eines jeden Schülers entdecken soll. Gesetzt den Fall, es ginge: Da entdeckt einer, der Schüler ist begabt in Fragen der Natur – der wird dann zu einem Biologielehrer gesteckt. Ein anderer Schüler ist begabt für Mathe – der wird einer Mathelehrerin zugewiesen… Nun lernt dann der arme Matheschüler kaum Deutsch – ihm wird dann später ein genialer Germanist zur Seite gestellt und der Biologieschüler kann kaum Englisch, weil er keine Lust hat, Englisch zu lernen. Der bekommt dann später im Beruf einen genialen Dolmetscher zur Seite gestellt. Was sollen wir also sagen? Wir fordern vom Staat: Jeder Schüler muss einen Privatlehrer haben, damit dieser das Genie eines jeden Schülers wecken bzw. entfalten kann und später einen Genialen zur Seite gestellt bekommen, der seine Mangelfächer ausgleicht. Klasse! Kann da einer dagegen sein? Naja, Finanzminister, kein genialer Professor fragt nach einen Finanzminister… Übrigens kenne ich so manchen, der sich als genialen Fußball- und PCspieler ansieht.

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