Provokation

Meinungsfreiheit darf nicht sein, wenn man gezielt provoziert? So die Argumentation von muslimischen Gruppen in Berlin. http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2012_08/juristischer_streit.html Wenn das gerichtlich durchgehen sollte, dann kann man fast alle Demonstrationen verbieten, denn sie wollen ja ganz bewusst provozieren. Manche müssen in unserem Land einfach noch lernen, was das heißt, die Meinung von Nichtmuslimen zu ertragen.

Übrigens: Koran verteilen – ist auch eine äußerste Provokation. Nicht dass ich dagegen wäre, wie schon gesagt, dann weiß wenigstens jeder, der des genauen Lesens mächtig ist, was drin steht – aber die Verteilung wird ja als Provokation in den Fußgängerzonen von den jeweiligen Gruppen durchgeführt.

Nachtrag: Interessant, dass Kirchenvertreter nun sagen, dass Provokation keine Form der Auseinandersetzung sei: http://www.kath.net/detail.php?id=37769 Huch, mag man da sagen, echt? Natürlich ist das keine Form, die im politischen und religiösen Dialog Eingang finden darf, aber Provokation ist Realität in politischer Auseinandersetzung – und der Islam ist immens politisch, so sehen es auch dessen Vertreter. Zum anderen: Warum sagen die Kirchenvertreter das gerade im Kontext dieser Auseinandersetzung? Sagen die das immer, wenn es um Demonstrationen geht, z.B. um die Occupy-Bewegung? „Liebe Occupys, Provokation ist keine Form politischer Auseinandersetzung!“? Nein, ich habe es zumindest nicht gehört, sondern mal wieder nur im Kontext des Islam. Der Islam ist mit den Muslimen Teil Deutschlands geworden und hat sich von daher auch an die Gepflogenheiten dieses Landes zu gewöhnen – und das heißt nun einmal, dass er sich so etwas gefallen lassen muss.

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