Kirchenväter 9: Euseb

Euseb wurde zwischen kurz nach 260 möglicherweise in Israel geboren. Er war Lehrer. Nachdem sein Vorgestezter und eigener Lehrer den Märtyrertod gestorben war, floh Euseb nach Tyrus. Dort wurde er nach der Zeit der Verfolgung Bischof. Ebenso begann er sein großes Werk über die Kirchengeschichte. In diesem Werk verarbeitet er die vielen Informationen über Christen, die eines gewaltsamen Todes gestorben sind, aber nicht nur: Er überliefert unschätzbare weitere Informationen von den Anfängen der Christenheit bis zu seiner Zeit, er zitiert aus inzwischen verloren gegangenen Werken und mischt das Wiedergegebene mit selbst erlebten Berichten. Konstantin der Große berief ihn an seinen Hof und Euseb wirkte in einer großen Auseinandersetzung mit, und zwar als es darum ging, das Verhältnis Jesu zu Gott darzustellen. Arius stellte Jesus als einen dar, der von Gott geschaffen wurde, also mit Gottvater nicht Wesenseins ist. Darüber wurde eine große Auseinandersetzung geführt, in der Euseb eine Zwischenposition übernommen hatte. Er wurde exkommuniziert, dann aber von Kaiser Konstantin wieder rehabilitiert. Und das trägt dazu bei, dass Euseb als Theologe nicht so richtig in der Kirche anerkannt wird. Der Arianismus hatte insofern weiter Auswirkungen, als Germanenstämme ursprünglich eher dem Arianismus anhingen als der damaligen trinitarischen Kirche. Euseb starb um 339.

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