Kirchenväter 3: Klemens von Alexandrien

Klemens von Alexandrien ist ca. 150 wohl in Athen geboren worden. Er suchte und forschte und fand den christlichen Glauben. Er reiste herum zu vielen christlichen Lehrern und wurde später Leiter einer wichtigen christlichen Schule. Er schrieb Bücher über die ganzen falschen christlich-gnostischen Lehren, die er in Ägypten vorgefunden hat und versuchte diesen ein eigenes Lehrsystem entgegenzusetzen: Glaube adelt die Philosophie – nicht die Philosophie den Glauben. Die Philosophie ist eine Art Vorstufe der Erkenntnis/Gnosis. Und diese richtige Gnosis/Erkenntnis ist in Liebe mit Gott vereint – und sie hat Auswirkungen auf den liebenden Umgang mit anderen Menschen. Er schrieb mit dem Werk Paidagogus (Erzieher) die erste christliche Ethik – mit der er unter Aufnahme der Sitten und Bräuche seiner Zeit die christliche Ethik der heidnischen Unsittlichkeit entgegensetzte. Aber nicht alles Heidnische ist unsittlich, sondern Gott durchdringt auch das Heidnische, wie die heidnische Philosophie ja auch gute Ansätze hat. Es geht ihm in der Frage der Ethik um Essen und Trinken, Schlafen, Wohnen, Parfums… Er lehnt Traditionen nicht ab – aber er durchdringt sie mit christlichem Geist. Er floh angesichts einer Christenbedrängnis – und es ist nicht sicher, wo er ca. 215 starb.

Die Lehren des Klemens sind nicht ganz eindeutig, von daher wird er nicht unbedingt den Kirchenvätern zugerechnet.

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