Moody und Fitch-Prinzip + Bewertungssystem für Ratingagenturen

Eine Studie zeigt, was man sich so dachte und ich hin und wieder im Blog formulierte: Was diese Ratingagenturen so treiben ist vollkommen intransparent: http://www.welt.de/wirtschaft/article108397440/Methode-der-sich-selbst-erfuellenden-Apokalypsen.html Bei mir war es die Intuition – hier sagt es die Wissenschaft. Was mich nämlich stutzig gemacht hatte: Sobald irgendwie wieder fester Boden unter den Füßen sichtbar wurde, haben die Agenturen wieder den Boden weggezogen. Das war schon systematisch zu erwarten. Hatte man sich in Sachen eines Landes geeinigt, alle waren guter Dinge – dann zack – wieder alles lief den Bach runter, indem ein anderes Land in den Fokus geschoben wurde. Und das geht vor allem mit einzelnen EU-Staaten so. Dann wird gesagt, Deutschland müsse unbedingt mehr Gelder geben – gibt Deutschland mehr Gelder, dann wird gewarnt, dass Deutschland auch den Bach runtergehen würde. Das weiß man, aber warum forderte man vorher, dass mehr Gelder gegeben werden sollen? Nun und dann? Dann hat man Banken einen Stresstest unterzogen – und zack – dann ist der nichts mehr wert, weil man Banken einfach so abstuft. Und sind die Banken abgestuft, zack – kommt das Land gleich mit unter den Hammer. Und hat man sich auf eine Rettung geeinigt, alles ist guter Dinge, kommt der nächste Moody oder Fitch oder wie auch immer. Dann ärgern sich diese Leute über Bundesländer – die werden dann gleich mit abgewertet. Irgendein Beurteilungsprinzip braucht die Finanzwelt – aber wenn das alte Beurteilungssystem schlecht ist, muss ein transparentes geschaffen werden. Das Moody und Fitch-Prinzip scheint ungeeignet zu sein. Sage ich als einer, der keine Ahnung hat und sich freut, wenn die Ahnungslosigkeit wissenschaftlich begründet wird. Irgendwie sind, wie ich schon einmal schrieb, Leute oder Gruppen an den Hebeln der Finanzmacht, die man nicht greifen kann. Zumindest ich nicht. Für mich hat der Name Soros einen entsprechenden Klang bzw. dieses unangenehme Gefühl personalisiert sich in diesem Mann. Dabei ahne ich, dass da wohl mehr Politik hintersteckt.

Wie wäre es, einmal ein Bewertungssystem für Ratinagenturen zu erstellen. Nach diesem Artikel wären sie auf -A herunterzustufen. Da aber AAA AA A ein wenig arg verschroben ist, nehmen wir die bekannten Noten. Die sind klarer, durchsichtiger und gerechter. Ich ahne schon, dass dann Krisensitzungen stattfinden müssen, um die Ratingagenturen mit Milliarden zu retten. Mit Dollar, Euro, Jen, Yuan? Sagen wir mal: Yuan.

Und weil man merkt, dass da viel Luft hinter ist, sollte man gemeinsam ganz neue, transparente, von allen akzeptierte Rating-Konzepte entwickelt. Ansonsten werden die Politiker weiter vor sich hergetrieben.

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