Embryo-Fund

Zu den vorgestern im Blog erwähnten Fund der weggeworfenen Embryos nimmt der Patriarch der Orthodoxen Kirche Russlands Stellung: http://www.kath.net/detail.php?id=37489 : barbarisch.

In England werden nur weniger als 0,4% der Embryos wegen Gefährdung der Mutter abgetrieben: http://www.kath.net/detail.php?id=37462

Die Abtreibungen haben natürlich auch gesellschaftspolitische Konsequenzen: 108.000 Abtreibungen im Jahr 2011. Wie viel sind es in 10 Jahren? Wie viel Menschen fehlen in unserem Land im Arbeitsprozess, für die Rente…? Diese persönlichen Entscheidungen haben massive gesellschaftspolitische Konsequenzen. Natürlich kann man jetzt aufschreien, weil diese Rechnungen nicht das individuelle Wohlergehen der Frau und der mit ihr verbundenen Familie im Blick haben. Aber gesellschaftspolitisch muss das genauso bedacht werden wie die Abtreibung von Mädchen dazu führt, dass es in manchen Ländern zu wenig Frauen gibt. Das Handeln des Individuums hat immer gesellschaftspolitische Konsequenzen. Was freuen sich die für die Wirtschaft Verantwortlichen, dass die Deutschen mehr Geld ausgeben. Wenn einer sich entscheidet, ein paar Euro für Eis locker zu machen – hat das Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft. Man darf das individuelle Handeln nicht zu kleinreden. Das hat dann auch große Bedeutung für die Menschenrechtsaktivitäten. Ich habe nur eine Unterschrift – die rettet keinen aus dem Gefängnis. Nein. Die allein nicht. Aber viele Unterschriften… Mein Euro hilft keinem Kind in Notgebieten. Nein, der Euro allein nicht. Aber die Euros vieler Menschen retten… Wir haben gelernt, individualistisch zu denken – es wäre gut, die eigene positive und negative Handlung auch mal wieder gesellschaftspolitisch einzuordnen.

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