Kritik der 170

Die Reaktion der Regierung und ihrer Anhänger auf die Kritik der 170 Ökonomen ist schon faszinierend. Man fühlt sich so an das „wenig hilfreich“ von Merkel zu Sarrazins Buch erinnert. „Unverantwortlich“, „empörend“ usw. http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/schaeuble-kritik-von-oekonomen-unverantwortlich_aid_778083.html Diese Wissenschaftler und Experten scheinen ihren Ball in ein Wespennest geworfen zu haben. Angesichts der heftigsten Reaktionen hat man nicht unbedingt den Eindruck, dass sie Unrecht haben. Man hat eher den Eindruck, sie stören den künstlich hochgehaltenen Frieden. Wer hält ihn künstlich hoch? Leute, die nicht wollen, dass man darüber redet und sie in ihren Kreisen stört?

Ich habe keine Ahnung, wer Recht hat oder wer nicht. Aber auffällig ist diese heftige Reaktion schon. Auch die Art und Weise, mit der andere „Experten“ diese niedermachen, durch puren, aggressiven Rufmord: Wahn deutscher Professoren, erst mal lesen… http://www.n-tv.de/wirtschaft/Ifo-Chef-zerpflueckt-Bankenunion-article6656051.html Da scheinen ein paar zu meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen und wundern sich nun, dass nicht alle das für Weisheit sondern für – sage ich nicht – halten.

Die konzertierte Beschimpfung hat natürlich eine Funktion: Schwache Leute möglichst davon abhalten, für die Kritiker Stellung zu beziehen. Stimmt ihr denen zu, dann trifft euch der Blitz des Schäuble und der Merkel – also stimmt treu und brav deren Ansichten zu. Leistet keinen Widerstand, die Regierung hat immer Recht.

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Eine Antwort auf „Kritik der 170“

  1. Nachtigal, ich hör dir trapsen….Könnte es sein, das sich hinter dem lukrativenb Unternehmen ESM Lobbyisten verbergen, denen es um ihr eigenes lukratives Wohl geht –
    und eben nicht um das EUROPA der Zukunft?
    Welt online heute:
    „ESM-Chef verdient mehr als die Bundeskanzlerin. Angestellte beim dauerhaften Euro-Rettungsschirm erhalten ein großzügiges Salär. So ist für den ESM-Chef 324.000 Euro Grundgehalt vorgesehen, plus Zulagen. Selbst Praktikanten haben es gut.

    Der dauerhafte Euro-Rettungsschirm ESM wird seinen Angestellten hohe Gehälter bieten. So soll der ESM-Chef mehr verdienen als Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Das geht aus den als „vertraulich“ gekennzeichneten „Beschäftigungsbedingungen“ hervor, die der „Welt am Sonntag“ vorliegen.
    Für den Geschäftsführenden Direktor ist ein Grundgehalt von 324.000 Euro brutto jährlich vorgesehen. Zum Vergleich: Die Grundbezüge der Bundeskanzlerin betragen rund 190.000 Euro. Auch mit Aufwandentschädigung und Abgeordnetendiät kommt sie auf weniger als 290.000 Euro.

    Orientierung an EU-Institutionen
    Das Gehalt des obersten Euro-Retters orientiert sich an EU-Institutionen. Sein Salär dürfte in etwa dem von Kommissionspräsident José Manuel Barroso entsprechen. Der kommt zwar nur auf rund 304.000 Euro Grundgehalt, in Brüssel gibt es allerdings noch hohe Zulagen.

    Die genauen Zulagen beim Rettungsschirm sind in dem 15-seitigen Papier nicht aufgeführt. Mehr Geld gibt es auf jeden Fall für den EZB-Präsidenten Mario Draghi, der gut 370.000 brutto plus Zulagen bekommt. Wer ESM-Chef wird, ist noch offen. Als ein Kandidat gilt der Deutsche Klaus Regling, der den vorläufigen Rettungsschirm EFSF leitet.

    Fürstliche Gehälter!“ -das meint nicht allein die n“Welt am Sonntag“ -das meint nicht allein das
    Echolot –
    das meinen hoffentlich alle Bürgerinnen und Bürger der vom ESM gebeutelten Bürgerinnen und Bürger in deutschen Landen!

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