Leitungsvakuum

Leitungsvakuum in den Kirchen sei idealer Nährboden für Täter, die Kinder missbrauchen: http://www.kath.net/detail.php?id=36885

Kindesmissbrauch in einer Elite-Schule: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/kindesmissbrauch-bericht-ueber-new-yorker-privatschule-horace-mann-a-838089.html

Man vergisst immer, dass es auch die Zeit der so genannten sexuellen Revolution war. Es galt als fortschrittlich, sämtliche Tabus zu durchbrechen. Es ist gut, dass die westliche Gesellschaft sich wieder besonnen hat und Untat Untat nennt. Schon damals haben viele Christen gewarnt und wurden als prüde und verpönt verschrieen – auch von liberal agierenden Christen. Christen, die sich den jeweiligen Zeitströmungen anpassen, schaden der Kirche sehr. Denn es zeigt sich durch die Kirchengeschichte hindurch, dass die nächste Generation der Kirche – eben der gesamten Kirche und nicht den eigentlichen Anpassern allein – diese Anpassungen zum Vorwurf machen. Sie sind sozusagen gefundenes Fressen für die Antikirchler, obgleich die Gesellschaft insgesamt Dreck am Stecken hat. Aber von der Kirche erwartet man eben ein anderes Leben, nicht das angepasste Leben eines Allerweltsmenschen. Und von daher macht man Menschen der Kirche zu Recht diese Vorwürfe. Ich brachte sicher schon einmal den Spruch von Papst Johannes XXIII., den ich einmal gelesen habe: Bei einem Dinner mit einem Kommunisten sagte er diesem sinngemäß: Die Christen haben in 2000 Jahren die Kirche nicht zerstören können, da werdet ihr es auch nicht können. Ich möchte damit nicht der Verknöcherung das Wort reden. Der Geist Gottes treibt nach vorne, auch zur Veränderung – aber ich bin mir sicher, dass er nicht dazu antreibt, die eigene Lust in den Vordergrund zu stellen. Förderung des Hedonismus ist nicht Sache des Gottesgeistes.

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