Islam-Islamismus

Mannheimer prangert an, dass man zwischen Islam und Islamismus unterscheide. Ich halte daran fest. Warum? Weil ich Muslime kenne, die nicht Islamisten sind, also keine gewalttätigen Ambitionen welcher Art auch immer haben. Natürlich weiß ich, dass die Grauzone immer am Wabern ist. Wer die Szene lang genug beobachtet, weiß, dass aus einem Muslim auf einmal ein Islamist werden kann; der weiß, dass die Solidarisierung auch mit gewalttätigen Glaubensgenossen immer latent vorhanden ist. Aber eben nicht bei allen. Und man sieht auch, dass eine Extremisierung vieler Muslime stattfindet – eben aber auch hier: Nicht alle. Und man sollte eben diese Nicht-Extremen unterstützen, ihnen Mut machen, sie angesichts ihrer radikalen Glaubensbrüdern die Hand reichen… Und das macht man nicht, wenn man sie mit den Extremisten in einen Topf wirft. http://michael-mannheimer.info/2012/06/10/das-festhalten-an-der-unsinnigen-unterscheidung-islam-islamismus-wird-zur-zerstorung-europas-durch-den-islam-fuhren/ Es gibt eben nicht nur schwarz-weiß.

Darüber hinaus betrifft auch das die Frage der Sprachregelung: Darf man vom islamischen Terrorismus sprechen? Vor diese Frage stehen Christen, die über die verfolgte Kirche sprechen. Die Antwort hier: Ja, weil der islamische Terrorismus hat gegenüber anderen Terroristen besondere Merkmale: http://www.persecution.org/2012/06/10/why-we-call-it-islamic-terrorism/ Die Terroristen beziehen sich auf religiöse Texte, um ihre Tat zu rechtfertigen, sie sind treue Anhänger ihrer Religion, sie verfolgen religiöse Ziele, sie werden von religiösen Führern gelobt und unterstützt.

„Appeasement führte zum Hitlerfaschismus – Islam: Ein Déjà Vu?“ http://zoelibat.blogspot.de/2012/06/appeasement-hitler-faschismus-islam.html Man hofft, dass Ruder noch herumgeworfen werden kann. Aber da müssen die freieren Muslime sehr viel dazu tun – und Mut haben. Und die Politik, die Medien, die Gesellschaft bei uns? Die müssen den Mut haben, sie dabei zu unterstützen, statt die radikalen Lautstarken.

Mazyek hat ja Recht, wenn er meint, dass durch die Berichterstattung über die Islamisten die liberalen Muslime in eine schwere Situation gebracht werden. http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5iHgF23um1CJZFwx0vynpTknWq5Zg?docId=CNG.6d6d8670bdaf9dc501f32943b9a419ae.131 Nur: Bislang wurden die Radikalisierung überwiegend verschwiegen – ja, sogar von Mazyek und co. verharmlost und verleugnet. Nur: In diesem Klima wuchsen sie und wuchsen sie. Und dann steht auf einmal die Gesellschaft vor der Wand der Extremisten und weiß nicht, wie sie mit ihnen umgehen soll. Verschweigen und verharmlosen kann nicht die Alternative sein. Die Alternative heißt: Politiker, Medien und co. unterstützt nicht die Islamisten durch Verschweigen des Extremismus – so langsam scheinen sie aufzuwachen, aufgeweckt durch PRO NRW, aufgeweckt durch Sarrazin, aufgeweckt durch pi. Ihr mögt das alles ja leugnen und sie als rechtsextrem usw. denunzieren, aber ohne die Aktivitäten dieser und vieler, vieler anderer (Broder, Giordano, Sabatina…) hättet ihr immer noch geschwiegen. Grüne, SPD vor allem: Ihr tut mit Verharmlosungen niemandem etwas Gutes: weder den Einheimischen, noch den Zuwanderern.

Und auch so etwas, solche täglichen Verbrechen, dürfen nicht geschont werden, weil die Täter Muslime sind: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-06/missbrauch-prozess-grossbritannien Denn durch das Nichtstun der Verantwortlichen wird die Stellung von harmlosen Muslimen in der Gesellschaft schwerer. Je mehr Raum den Verbrechern gelassen wird, desto mehr Raum bekommt der Hass. Nicht alle können und wollen differenzieren.

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