Segen am Sonntag

Gott segne Euren Glauben – auch wenn er nur klitzeklein ist.

Gott segne Euer Bibellesen – auch wenn es Euch Mühe bereitet.

Gott segne Euer Gott suchen.

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Wenn wir eine Zelle sehen wollen, benötigen wir Hilfsmittel, die mit viel Knowhow im Laufe der Jahrhunderte hergestellt wurden. Eine Zelle anzusehen ist somit mit Bedingungen verknüpft. Nicht wir entscheiden, was wir tun wollen, um sie zu sehen, sondern die Winzigkeit entscheidet, mit welchen Hilfsmitteln wir sie sehen können.

Menschen sagen, ich würde ja glauben, wenn… – wir stellen Bedingungen. Gott kennenzulernen, ist jedoch an Bedingungen geknüpft, die Gott stellt. Eine Möglichkeit ist: Wir benötigen Hilfsmittel, die Erfahrungen vieler Jahrhunderte wiederspiegeln, Erfahrungen von Menschen, denen sich Gott gezeigt hat. Eines dieser Hilfsmittel ist die Bibel. Sie gewinnbringend zu lesen, erfordert Vorbereitung:

1. Wenn wir rationaler geprägt sind, sollten wir mit dem Markus-Evangelium zu lesen beginnen, wenn wir mystischer geprägt sind, mit dem Johannesevangelium.

2. Wir benötigen ein angenehmes Plätzchen, ein ruhiges, ein schön gestaltetes, mit Kerze, einem Bild, einer Blume…

3. Wir können beten – und wenn Gott uns nicht bekannt ist, dann zu dem unbekannten Gott. “Gott, wer auch immer du bist, wenn du bist, ich beschäftige mich jetzt mit diesem Text. Wenn es dich gibt, gib dich mir zu erkennen, wenn du es für richtig hältst.”

4. Wir lesen den Text. Lesen will geübt sein. Wie ein Text aus einer anderen Zeit, einer anderen Kultur zunächst viel Mühe macht, so wird auch der Bibeltext Mühe machen. Wichtig ist es, zu hören, was er eigentlich sagt. Bei manchen Textabschnitten kommen wir nur langsam voran, bei manchen sehr schnell. Die Geschwindigkeit bestimmen wir im Einklang mit dem Text.

5. Sagt er mir etwas? Könnte er anderen Menschen etwas sagen?

6. Haben wir genug gelesen, schließen wir diese Minuten der Stille und des Hörens ab. Das mit einem Gebet oder mit einem kurzen: Danke.

7. Wir löschen die Kerze und gehen mit Gott – ob wir an ihn glauben oder nicht – in die Zeit, die vor uns liegt und sehen die Menschen mit den Augen Gottes in Liebe an.

8. Und das wiederholen wir an jedem Tag. Im Laufe der Zeit entdecken wir im Internet, in Verlagskatalogen Hilfsmittel zum Bibellesen, wir entdecken irgendwann  in einem Text einen lieb gewordenen Freund wieder. Und wenn Gott es für richtig hält, gibt er sich uns zu erkennen.

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