Würde des Menschen

Die Würde des Menschen ist unantastbar – sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staalichen Gewalt. – Wir kennen diese Aussage des Grunbdgesetzes. Nun kommt ein Verbrecher frei und will wohnen, wo er wohnen will. Die Anwohner wollen ihn nicht wohnen lassen, weil sie seine Rückfälligkeit befürchten. Der Staat muss nun die Würde des Verbrechers, der seine Strafe gebüßt hat, beschützen.

Gleichzeitg nimmt der Staat Menschen die Würde, die dem Verbrecher zum Opfer fallen könnten, wenn er des Verbrechers Würde über alles erhebt, denn er könnte ja wieder rückfällig werden.

Wie ist vorzugehen? Ich würde sagen: Der Verbrecher, der einem anderen Menschen massivst die Würde genommen hat, hat sich schon selbst entwürdigt und muss damit rechnen, dass andere Menschen vor ihm Angst haben. Er muss selbst zur Deeskalation beitragen. Zur Not dadurch, dass er sich einen anderen Wohnort sucht, an dem er beweisen kann, dass er seine Entwürdigung eines Menschen äußerst bereut und nun einen neuen Weg der Würde zu gehen in der Lage ist.

Christen sollten immer den Weg gehen, der anderen die Möglichkeit eines Neuanfangs gewährt. Allerdings dürfte das zum Beispiel bei Dieben leichter fallen als bei Sexualstraftätern, weil Diebe rational handeln können und Sexualstraftäter ihren Trieben ausgeliefert sind. Und da kann man sich einer wirklichen Änderung des Lebens kaum sicher sein. Ein solcher Mensch sollte auch eher in einer Stadt wohnen wollen, da in einem Dorf die Isolation durch die Dorfbewohner sehr massiv sein kann. In einer Stadt kann man immer besser soziale Kontakte knüpfen, wenn die Last der Vergangenheit das Leben erschwert.

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