Cassiodor + Boethius

Der Minister und spätere Benediktinermönch Cassiodor (+ um 580) hat schon im 6. Jahrhundert Werke griechischer und römischer Ärzte abgeschrieben – und ließ sie von seinen Mönchen abschreiben.

Boethius starb ca. 524 also ca. 50 Jahre, bevor Mohammed das Licht der Welt erblickt hatte (ca. 570) – und sein Bestreben war es, Platon und Aristoteles für die Europäer fruchtbar zu machen: http://www.landderhildegard.de/ihr-leben/ratgeberin-und-mahnerin/hildegard-und-friedrich-barbarossa/?PHPSESSID=875a47311faf7ec52b87bd5dbf434f68

Vor allem der Erstgenannte begründete den Ruhm der Klöster, Bildungseinrichtungen zu sein.

Der älteste Katalog der Sankt Gallener Bibliothek aus dem 9. Jahrhundert beinhaltet 426 Titel http://de.wikipedia.org/wiki/Stiftsbibliothek_St._Gallen Im 10. Jahrhundert wurden viele Handschriften  durch Brand und Ungarneinfall zerstört – aber weil die Heilige Wiborada das durch eine Vision vorhergesehen hatte, konnten Handschriften in Sicherheit gebracht werden. Sie selbst wurde ermordet, weil sie nicht fliehen wollte. Natürlich ist das im Vergleich zu den großen arabischen Bibliotheken Cordoba und Kairo nichts. Aber die Sankt Gallener haben ja auch nicht sämtliche Völker überfallen. Im Gegenteil, sie wurden Opfer kriegerischer Aktivitäten.

Interessant ist auch, dass den christlichen Slaven Aristoteles bekannt war – Thomas von Aquin aber nicht. Woher hatten sie wohl ihren Aristoteles? Byzanz lag ihnen näher als Rom. Wir müssen sicher auch einmal nach den Verbindungen der Ost- und Westkirche schauen (Kyrill und Methods Wirkungsgeschichte…) – da gibt es so manches zu entdecken, vermute ich: http://www.unibe.ch/unipressarchiv/heft114/beitrag3.html

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