Mely Kiyak

Mely Kiyak musste sich bei Sarrazin entschuldigen. Hätte sie gewusst, dass… dann hätte sie das nicht gesagt. Das heißt, wenn die Operation nicht gewesen wäre, dann hätte sie entsprechende herabsetzende Äußerungen getan? Und: Über die Arme sei eine „organiserte Beschwerdewelle“ hereingebrochen – wenn nicht, hätte sie sich nicht entschuldigt? http://www.bild.de/politik/inland/thilo-sarrazin/diese-journalistin-muss-sich-bei-sarrazin-entschuldigen-24344024.bild.html Die Bildzeitung fragt: Woher diese Wut im Bauch? Ich kenne das: Man kann sich an seinen eigenen Worten berauschen. Und wenn niemand Einhalt gebietet, und man vielleicht sogar noch von Gleichgesinnten Lob bekommt, dann kann so etwas schon passieren. Das muss keine Wut im Bauch sein – es kann einfach Spaß daran sein, Sprechen zu können und noch kuriosere Aussagen machen zu können. Und Mely Kiyak durfte ja schon häufiger einfach nur so herumschwadronieren. Das läd dazu ein, einfach weiter zu machen. Und sie als Kurdischstämmige hat bei solchen Themen ja immer auch eine zwangsläufige Fangemeinde, die alles gut findet, was eine Kurdischstämmige sagt. Dieses Mal hat sie ein wenig Gegenwind bekommen. Der wird wieder vergehen und zum Rückenwind werden.

Impressum auf www.wolfgangfenske.de