Atheist beleidigt

Ein Atheist (Frieder Otto Wolf, Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschland) ist beleidigt, weil er mit unserer Geschichte nicht so klar kommt. Nationalsozialisten und Kommunisten als gottlose Menschen? Klar, würde jeder sagen. Doch das kratzt an der Ideologie so manches Atheisten, der alles Übel an den Religionen festmachen will. Und da passt es nun wirklich nicht, die größten Verbrecher des 20. Jahrhunderts als Gottlose (Atheisten) zu bezeichnen.  http://www.medrum.de/content/dumme-anzeige-des-vereins-humanistischer-verband-deutschlands-gegen-norbert-geis Übrigens hat der Atheist Recht, denn per atheistischer Definition waren das keine Atheisten sondern Ideologen. Nur: Müssen alle dieser Definition folgen? Wenn Lenin sagt, er sei Atheist, wenn er vollkommen gegen Kirchen agiert, weil er sich als Atheist sieht – darf dann ein anderer Atheist sagen, er sei keiner gewesen? Nun, das Problem mögen sie untereinander klären. Aber so für uns Normaldenker ist der ein Atheist, der es sagt und sich entsprechend verhält. Übrigens sieht der genannte Humanist diese Aussage als Volksverhetzung an. Wenn Christen für alles Übel verantwortlich gemacht werden – können wir da auch wegen Volksverhetzung klagen?

Nur, damit hier nicht auch das Missverständnis auftaucht, ich hätte damit alle Gottlosen – also Atheisten – zu Verbrechern gemacht. Das ist Blödsinn – sondern: diese Verbrecher waren zum Teil Atheisten. Dass sich in der Herrscherclique der Nationalsozialisten wie der Kommunisten auch manche zum Christentum bekannten – welcher Art auch immer – ist mir bekannt. So leicht können sich jedoch auch die Atheisten nicht aus der Affaire ziehen. Ich denke, wir sollten da insgesamt das Versagen von uns als Menschen sehen – und gemeinsam versuchen, Missachtung anderer im Miteinander nicht dominieren zu lassen. Und da kenne ich so manches Buch eines Atheisten, in dem eben das vorherrscht: Verachtung der Glaubenden. oder sind das alles keine Atheisten, auch wenn sie das sagen? Aber das ist ein anderes Thema.

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