Finanzkrise

Zur Finanzkrise habe ich mich immer mal wieder gemeldet – als Otto Normalverbraucher, der sich immer wundert, wo das ganze Geld herkommt, das nicht da ist. Aber inzwischen habe ich auch gelernt: Die vielen Fachleute, Ministerien und Politiker – die vermuten auch nur herum. Wenn Kritikern des gegenwärtigen Zustands vorgeworfen wird, sie seien zu dumm alles zu durchschauen frage ich mich doch bewundernd: Was, da glaubt einer wirklich, die Finanzweisheit mit Löffeln gefressen zu haben? Von daher denke ich – ich mag mich nicht auf Bundeskanzlerin Merkel berufen, weil ich nicht weiß, ob sie noch so denkt wie sie einmal dachte, wenn sie denn so dachte – dass Haushaltskonsolidierung wichtiger ist als das nichtvorhandene Geld auszugeben – wobei auch unsere Regierung dabei ist, das nicht vorhandene Geld mit flinken Händen zum Irgendwas hinauszuwerfen. Zumindest bei uns kann man wirklich noch nicht von kaputtsparen reden. Zu Sarrazins neuem Buch über den Euro kann ich noch nichts sagen. Ich denke aber, dass wir um den Euro nicht mehr herumkommen werden – und es auch gar nicht mehr versuchen sollten. Ein Projekt begonnen – muss zum Erfolg weiter geführt werden. Ein Hinundher gibt es nach manchen Entscheidungen nicht mehr. Zurückträumen hilft zudem nicht. Das sage ich nicht zum Buch von Sarrazin – weil ich nicht weiß, was in ihm steht. Das ist nur so meine Meinung. Eine ketzerische Frage: Wenn Milliarden dazu benutzt wurden, die Korruption zu verstärken oder manchen Menschen das Leben zu erleichtern: Fördert das nicht auch das Bruttosizialpürodukt? Die Yachten wollen gekauft sein – somit kommt das zu Unrecht erworbene nicht vorhandene Geld wieder in den Pump-Kreislauf. Oder: Wenn ein Volk schon mit 30 in Rente gehen sollte – dann haben sie doch viel mehr Zeit, das Geld auszugeben, somit die Wirtschaft anzukurbeln. Muss ich jetzt ein 😉 setzen, damit jeder merkt, dass das ironisch ist? Sicher ist sicher. Denn bei all den vielen Vorschlägen, die als ernst gemeint im Umlauf sind, ist es sicher nicht verkehrt.

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