Missbrauch des Vater Unsers

Gott wird missbraucht, indem er zu einem Fußballgott erniedrigt wird: Das Vater Unser Jesu als Gebet zum Fußballgott: http://www.pro-medienmagazin.de/?id=fernsehen&news[action]=detail&news[id]=5420 : daran wurde Kritik geäußert. „SAT.1 machte in einer umgehenden Antwort deutlich, dass die Kritik nicht nachzuvollziehen sei. Gehe es um Fußball, sei es üblich, eine Sprache mit religiösen Anleihen zu gebrauchen, etwa bei der Wendung „Fußball-Gott“. Das in der Werbung gezeigte Gebet ironisiere diese Gepflogenheit durch Übersteigerung. Die meisten Zuschauer erkennten, dass dies nicht ernst gemeint sei.“ Die Zuschauer erkennen, dass der Fußball ironisiert wird? Na, die SAT1-Leute haben wohl zu viel Kopfbälle geköpt. Die Zuschauer erkennen die Verballhornung des Vater Unsers – und manch einer, der auch zu viel Bälle geköpt hat, wird sich schreiend auf die Schenkel dabei klopfen.

Und dann wollen sie auch noch, dass dieser sein Handeln reflektiert: „Wir sind durchaus der Ansicht, dass durch dieses Vater Unser zum ‚Fußballgott‘ ein Reflexionsprozess ausgelöst werden kann über die Angemessenheit dieser Metaphern im Fußballsport.“ Was geschieht hier? Hier wird die gehobene Sprache dazu verwendet, um die Denker zu verarschen. Die Werbung soll also den Fußballspieler zur Reflexion darüber anregen, dass er den Fußball religiös erhöht und dass das nicht in Ordnung ist. Leute von SAT1, auf diesen Satz könnt ihr echt stolz sein. Auf ein Prost – und runter mit dem Bier.

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