Piss-Christ

Muschelbild

Piss-Christ ist schwächer als das Christentum: http://recognoscere.wordpress.com/2012/05/14/piss-christ-ist-schwacher-als-das-christentum/ Wir Christen müssen uns das immer wieder bewusst machen. Die Schändung eines Kreuzes zeigt, wie es um den Menschen steht – dass er sich selbst verunreinigt, entheiligt aber nicht das Kreuz bzw. eine Jesus-Statue: http://www.kath.net/detail.php?id=36540 (Wer meint, das sei sowieso nur ein Gegenstand, beschäftige sich bitte mit dem Unterschied zwischen Zeichen und Symbol!)

Ich möchte an die Geschichte erinnern, in der eine unreine Frau Jesus berührt, um von ihm geheilt zu werden. Sie hat danach ein schlechtes Gewissen, weil sie nach der Vorstellung der damaligen Zeit nun Angst haben musste, den reinen Mann unrein gemacht zu haben. Und das wäre eine sehr schlimme Tat gewesen. Doch nichts und niemand kann Jesus Christus verunreinigen.

Darüber hinaus: Jesus erzählt das Gleichnis vom verlorenen Sohn. Der Vater fällt dem von unreinen Schweinen versifften Sohn um den Hals. Doch das verunreinigt den Vater in dessen Liebe nicht. Menschen können Gott in Jesus Christus nicht verunreinigen, weil Gott über diese Frage rein-unrein steht. Von daher: Der Mensch, der Gott verunreinigen will – zeigt nur, wie sehr seine Seele krank ist.

Und das hat auch die frühen Christen geprägt: Wer sie missachtet, verhöhnt, in den Dreck stampft – auch das zeigt nur die Krankheit der Seele des Misshandelnden an. Denn Gott lässt sich von solchen Handlungen nicht davon abbringen, die Seinen zu lieben, anzunehmen, in seiner Hand zu bergen. Nicht der geschändete Mensch ist von Gott verachtet – der Schänder verachtet durch seine Tat sich selbst.

Darüber hinaus: Eine Seele ist niemals so krank, dass sich Gott ihrer nicht annehmen würde, wenn ihr kranker Träger zu ihm kommt. Gottes unantastbare Liebe kann natürlich manche rasend vor Wut machen, dass sie vor Wut heulen und mit den Zähnen knirschen, ihre Hände ballen und morden. Aber sie können Gott nicht morden.

Jesus Christus ist auferstanden. Wir feiern bald Himmelfahrt: Jesus Christus herrscht… – ob es manchen gefällt oder nicht, ob manche es spüren oder nicht…

P1030398 (Kreuz aus Akeleien)

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Eine Antwort auf „Piss-Christ“

  1. Danke, WF ! Solche Worte dürften wir auch von Kirche leitenden und lehrenden Männern und Frauen, Theologen und Nichttheologen erwarten. Doch seit Jahr und Tag warten wir darauf vergeblich. „Missionarisch“ wollte die Evangelische Kirche in Deutschland sein -nichts dergleichen. Statt dessen ängstliches Schweigen und Wegducken…. Und ihr Vorsitzender Schneider, ein Mann, der als solcher
    „mitmischen“ wollte -wo bleibt sein „evangelisches Hirtenwort“ für seine „Herde“ in wirren Zeiten?

    Zu viel wird in unseren Kirchen der Reichtum des Evangeliums mit seinem Weck-Ruf zur Umkehr zu Gottes Wort und SEINER Liebe, zu einem Leben nach eben d i e s e m Wort allein, auf ein parteipolitisch gefärbtes „Social gospel“ verkürzt…..und somit fade und leer.
    „Ein Ruck“ müsste nicht allein durch unser Land gehen
    sondern auch durch unsere Pfarrhäuser und Kirchenleitungen!
    Summa: Echte Hirten braucht die Kirche und keine Mietlinge
    meint das
    Echolot

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