Gesprächsangebot annehmen

Alle – also auch Islamkritiker? – sollen das Gesprächsangebot der Ahmadiyya annehmen, die zur Zeit in Berlin eine Kampagne startet: „Der Beste unter euch ist derjenige, der seine Frau am besten behandelt“ und: „Es soll kein Zwang sein im Glauben“. http://www.berliner-zeitung.de/berlin/religionsverstaendigung-suren-in-der-berliner-s-bahn,10809148,15116904.html Bekannte, schöne Sätze – wie sie zu beurteilen sind, sagt uns die Lektüre des Koran. Was das beste für die Frau ist? Es kommt immer auf die Interpretation des Wortes „das Beste“ an: Was ist das beste für die Frau? Tja, liebe Freunde, ich denke, in der Beantwortung dieser Frage liegen Welten zwischen manchen Gruppen: Die einen sagen ein über sie bestimmender Mann – die anderen sagen: Sie darf sie selbst sein. Am besten ist es also, wenn sie selbst bestimmt, sich dem Mann unterzuordnen. 🙁 Ja, und was bedeutet: Keine Gewalt im Glauben? Da werden sicherlich auch nicht alle die gleiche Interpretation vertreten – und Mohammed? – Siehe: Koran und Hadithe.

Wer die Ahmadiyya sind, sagt uns dieser Artikel: http://www.ead.de/arbeitskreise/islam/arbeitshilfen/ahmadiyya-bewegung.html Dass sie nicht für den allgemeinen Islam sprechen, muss man auch wissen, denn die Ahmadis (ca. 12 Millionen (?) Mitglieder weltweit) werden von Sunniten (ca. 85% der 1,5 Milliarden Muslime) wie Schiiten (ca. 15% der Muslime) als Muslime abgelehnt. Interessant finde ich hier http://de.wikipedia.org/wiki/Ahmadiyya die Darstellung, dass sich Ahmadis von anderen zurückziehen: Kein gemeinsames Gebet mit Nicht-Ahmadis, wenn der Vorbeter kein Ahmadi ist, ebenso Nichtteilnahme an Totengebeten und die Frauen dürfen nicht außerhalb der Gemeinde heiraten.

Ein Nicht-Ahmadiyya übrigens weiß, was das beste für Mädchen ist: mit 10-12 Jahren verheiratet zu werden: http://europenews.dk/de/node/54392 Eine gute Erziehung macht das Mädchen bereit für alle eheliche Pflichten… – eben: ihre durch Erziehung ermöglichte Zustimmung zur Heirat mit wem auch immer. Diese Argumentation kennen wir auch aus deutschen muslimischen Kreisen im Kontext des Mordes an die Jesidin, wenn (aus meiner Erinnerung) dazu befragte muslimische Mädchen sagten: Dass man sich auch nicht dem Willen der Eltern entgegenstellen solle – und wer das tue, sei schlecht erzogen worden. War das nicht mal ein Ahmadiyya-Mädchen, das sinngemäß gesagt hat: Ich will den heiraten, den meine Eltern ausgesucht haben. (Ich hatte das glaube ich einmal im Blog – ich kann mich jedoch nur noch dunkel erinnern.)

Impressum auf www.wolfgangfenske.de   + http://blog.wolfgangfenske.de/2012/02/03/islam-hoffnung/