Granatäpfel + Salafisten

Ich finde diesen Text sehr interessant, weil er zeigt, welche Bedeutung Granatäpfel für Muslime haben können: http://www.islaminstitut.de/Nachrichtenanzeige.4+M5fa9fd2d76c.0.html Darüber hinaus ist er ein kleines Lehrstück zum Thema Aberglauben bzw. – man kann es auch so sagen – seelsorgerisch zur Frage:  Wie entgehe ich den Versuchungen Satans? Denn Satan und die Dschinn sind große Angstmacher für viele Muslime, das sieht man auch auf Schritt und Tritt in islamischen Ländern und: wenn man sich muslimische Seiten im Internet anschaut. Auch die letzte Sure nimmt Zuflucht vor all diesen Mächten (114).

Von daher ist auch die Angst zu verstehen: Wenn Muslime nicht die Verbrennung von Korane rächen würden, könnten sie in die Hölle kommen, in die Allah sie kommen lässt. Übrigens hatte ich neulich im Blog den Hinweis zur kostenlosen Verteilung des Koran, dass man dann auch damit rechnen müsse, dass er als Bierdeckel, Fischtüte und Heizmaterial enden würde. Aber das würde, so habe ich jetzt erfahren, nichts ausmachen, da der Koran als Übersetzung immer verfälscht ist, somit kein echter Koran ist. Von daher würde das zwar ärgerlich sein, aber keine massiven seelischen Koliken hervorrufen. Ich möchte freilich warnen, die Probe aufs Exempel zu machen und nun öffentlichkeitswirksam eine Koranübersetzung als Bierdeckel benutzen. Vielleicht gibt es ein paar Hitzköpfe, die diese feine Unterscheidung zwischen arabischem und deutschem Koran nicht kennen.

Ralph Giordano ist für ein Verbot, den Koran zu verteilen, denn man stoße in den 114 Suren „nicht nur immer wieder auf die verstörende Aufforderung `Ungläubige´ zu töten, sondern vor allem Juden, Juden, Juden“ http://www.zukunftskinder.org/?p=20376 Angesichts des muslimischen Antisemitismus bleibt die Weltöffentlichkeit „auf atemberaubende Weise stumm“: http://www.kath.net/detail.php?id=36113 Irgendwann könnte sie daran ersticken.

In der Tagesschau wurden die Salafisten als Anhänger eines Ur-Islam bezeichnet. Da werden sicher einige Muslime eigenartige Gefühle bekommen haben, denn jegliche Islam- und jegliche Koraninterpretation soll die des Ur-Islam sein. Man darf ja von Mohammed nicht weg. Nur die freieren Muslime interpretieren eben den Ur-Islam aus einer freieren Perspektive – sehen jedoch auch ihren Islam als Ur-Islam an. Man sieht: Die Verteidiger des Islam in seiner moderaten Form sind nicht unbedingt besonders wissend in diesen Dingen.

„Wo ist das Problem mit dem Verschenken des Koran? Alle Spitzenpolitiker versichern doch immer wieder, dass der Islam eine friedliche Religion ist, warum soll dann das Buch dieser Religion nicht auf der Straße verteilt werden dürfen?“ http://boess.welt.de/2012/04/14/lies-mich-durch/ Dieser Satz bringt so manches in unserer politisch-medial bestimmten Gesellschaft auf den Punkt. Nach außen hin: Friede, Freude, sag nicht was – doch hinter den Kulissen herrscht eine gewisse Anspannung. Deshalb mag Merkel wahrscheinlich auch den Deutschland-Dialog nicht über den Islam führen… Der Beitrag geht übrigens interessant weiter, sehr interressant: Salafisten = radikalfriedliche Menschen…

Aus welcher Ecke dieser folgende Artikel kommt, wird jedem deutlich, der ihn liest. Darum geht es mir nicht. Ich fand interessant, wie aus dieser Extremen Perspektive die Islamkritikszene gesehen wird. Ich unterstütze diese Position nicht – aber man kann ja auch einmal Gegenpositionen bringen: http://fakten-fiktionen.net/2012/04/islamkritk-am-ende-was-nun

In Bonn wurde vergangenen Freitag ein Islamist festgenommen: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,827598,00.html

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