Lumpensammler 3

1. Der christliche Glaube begleitet den praktischen Atheismus, das Leben, ohne an Gott zu denken, ein Leben, das ohne viel Reflexion losgelöst von Gott lebt. Es begleitet ihn kritisch, das heißt, er denkt – stellvertretend für die „praktischen Atheisten“ – darüber nach und warnt auch davor, die Welt zu vergöttlichen, Gedanken/Ideen von Menschen über alles zu heben (Ideologien). Und er beobachtet, dass die bürgerliche Welt in ihrer Loslösung vom eigentlichen Gottesglauben doch eine Sehnsucht in sich trägt, die offen ist für die Liebe Gottes, vor allem offen dafür ist, wenn im Namen des liebenden Gottes menschlich gehandelt wird. Alle Unmenschlichkeiten im Namen des christlichen Gottes verhöhnen nicht nur Gott, sondern treiben die Menschen auch von Gott weg. Und damit stehen die Menschen, die durch solche Christen von Gott weg getriebenen wurden, wieder Gott näher als diejenigen, die vermeintlich im Namen Gottes handeln. Das sollte uns Christen bescheiden machen und in Anbindung an Gott in Jesus Christus heraus leben wollen.

2. Der praktische Atheist richtet sich einfach in der Welt ein. Der Glaube hat darauf hinzuweisen, dass es sich dabei um eine Verkürzung des Menschseins handelt. Der Mensch kann über sich hinaus denken – und die Reduktion auf das alltägliche Leben ist eben „Reduktion“. Dem Menschen, der aufs Wohlfühlen aus ist, dem kann der Glaube sagen: Auch wenn du dich nicht wohlfühlst – hat dein Leben Sinn. Der Mensch, der sich selbst, seine Familie oder Gruppe im Fokus hat, der in sich und ihnen Genüge zu haben scheint, dem sagt der christliche Glaube: reduziere deine Möglichkeiten nicht, sprenge die Grenze zum anderen hin, sei er dir fremd, unlieb, unsympathisch, Furcht einflößend. Dass der Mensch überwiegend über seine Grenzen hinausdenkt, das zeigt sein spirituelles aus sich Herausgehen. Er öffnet sich Kräften und Mächten, die er außer seiner selbst lokalisiert. Aber auch sie gehören dem Immanenten an, der Schöpfung, des für viele von sich aus Greifbaren. Sofern der Mensch in diesem Greifen wollen sich gegen Gott wendet, ist er ebenso A-Theist. So mancher meint aber, in diesem Ergreifen die Macht, die Kraft, die Grundlage der Welt selbst ergriffen zu haben. Der christliche Glaube weist darauf hin, dass das Ergriffene immer Schöpfung ist, Teil des Menschen, Teil seiner Erfahrungswelt. Der Mensch selbst erkennt es jedoch schon selbst, weil seine Sehnsucht nicht zur Ruhe, zum Frieden, zum Schalom kommt, nicht zur Ruhe, zum Frieden, zum Schalom kommen kann – die bekommt er erst in der Ruhe Gottes. Schon im irdischen Leben? Versuche es selbst, heraus zu bekommen. Wir bewegen uns in Bereichen, in denen Worte – man muss es gestehen – versagen.

3. Kreationismus ist seeeehr gefährlich! http://www.wort-und-wissen.de/index2.php?artikel=info/i11/3/i11-3.html Übrigens hier Listen zu Wissenschaftlern, die es eigentlich gar nicht geben dürfte und gegeben haben dürfte: http://www.answersingenesis.org/home/area/bios/

4. Satire muss nicht jedem passen: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=oukebShcq4k#! (gefunden über Kybeline) Ich wollte als Buße eine Burka kaufen und stieß unter Google (Stichwort: Burka kaufen) auf diese Seite – und bin entsetzt: http://www.kaufen.com/Preisvergleich/result.jsp?ga=g27&q=burka+shop+online Auf einer anderen Seite findet man keine, darum halte ich diese Frage für sehr berechtigt: http://www.ahlu-sunnah.com/threads/29597-wo-kann-man-Burkas-kaufen

5. Lustiges Bild: Ich glaube, du musst dein Leben ändern: http://www.facebook.com/#!/photo.php?fbid=377156225633354&set=a.176498329032479.47578.175196655829313&type=1&theater

6. Komiker: http://www.republicofwadiya.com/ gefunden über: http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,817442,00.html

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