Evangelischer Papst

Kein Papst sei bisher so evangelisch gewesen wie Benedikt XVI. Das läge an seiner Christuszentriertheit. Das empfinde ich ähnlich, darum kann ich ihn auch so häufig positiv erwähnen. Freilich werden in dem Artikel auch die Differenzen nicht verschwiegen – das ist die Ekklesiologie. Protestanten und Katholiken haben ein sehr unterschiedliches Kirchenverständnis – und damit auch zusammenhängend unterschiedliches Amtsverständnis. Dass es ökumenisch nicht so klappe, liege nicht allein an der katholischen Kirche, sondern auch an der „Selbstsäkularisierung“ der Protestanten (Huber) – das heißt: Man passt sich der Welt an und verliert dabei wesentliche Inhalte des christlichen Glaubens. http://www.kath.net/detail.php?id=35285 So manche katholische Gruppe findet auch Freude daran, sich selbst zu säkularisieren – und ihnen ist der Papst natürlich ein Dorn im Auge. Aber vielleicht hilft uns allen, die Christuszentrierung darin, miteinander als Einheit weiter zu kommen – zumindest denen, die sich nicht mit Mühe der Anpassungssucht an die vielstimmigen Zeitgeister hingeben. Auch wenn die Zeitgeister vielstimmig sind: Sie fordern doch, keinen Gott neben sich zu dulden.

Aber es wird sicher immer intensiver so sein, dass Katholiken und Protestanten, die nicht der Selbstsäkularisierung anheimgefallen sind, gemeinsam gegen bestimmte Forderungen widerstehen müssen. Christen sind nicht die Hampelmänner irgendwelcher anderer Religionen und Weltanschauungen – sollten es zumindest nicht sein – sondern Menschen, die tapfer Jesus Christus nachfolgen: http://www.kath.net/detail.php?id=35275

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