Wulff

Angeblich soll BuPrä Wulff gefordert haben, dass mehr Christen und Muslime einander heiraten sollen: http://ethischer-realismus-workgroup.blog.de/2011/06/12/wulff-mehr-mischehen-christen-mohammedanern-11303008/ Ich hoffe, dass es sich um eine Zeitungsente handelt, ein Missverständnis. http://img829.imageshack.us/img829/1885/jf242011kirchentagdresd.jpg . Denn wenn das stimmt, wenn das nicht als Witz gemeint sein soll, dann ist das als Schwachsinn nicht mehr zu toppen. Warum? Ein Muslim darf eine Christin heiraten – aber deren Kinder gehören ihm und werden muslimisch; eine Muslima darf keinen Christen heiraten, er muss Muslim werden. Sicher gibt es immer Ausnahmen von dieser Regel – aber die muslimischen Traditionen sind hier eher rigoros. Darüber hinaus sind die Sex-Sitten auch nicht unbedingt mit den unsren kompatibel, das kann zu massiven körperlichen Beinträchtigungen des nichtmuslimischen Partners führen – wobei Ehrenmord ja immer auch als Schwert über das Haupt der Muslima schwebt. Ist die Stellung der Frau mit unseren Ansichten kompatibel? Nein: Sie ist dem Mann untergeordnet – damit werden die naiven Mädchen unseres Kulturkreises in massive Schwierigkeiten geführt: Da verliebt sie sich in einen Schönling – und zack: Weiß sie, was alles geschehen kann, worauf sie alles zu achten hat? Überhaupt, was soll eine solche Aufforderung bezwecken? Kann man den Heiratswilligen sagen: jetzt heiratet mal die und den? Wo die Liebe hinfällt, da kann was werden, aber nicht, weil man aus politischen Gründen nun beginnt, einen Christen bzw. Muslim zu heiraten. Oder wird hier auch schon das Ehe-Arrangement im Kindesalter gefordert?

Ich selbst habe nichts gegen eine Ehe zwischen Christen und Muslimen – wenn sich der Muslim auf das einlassen kann, was in unserem Kulturkreis seit Jahrhunderten an Freiheit für die Frau erkämpft worden ist. Es darf keinen Rückschritt geben! Und ich befürchte, dass es wie mit dem Tierschutz sein wird: Wir gehen hinter das Erkämpfte zurück, weil ein paar Zugereiste unsere Errungenschaften nicht akzeptieren können.

In seiner Rede am Kirchentag erinnerte Wulff – und das ist positiv hervorzuheben – an die Christenverfolgung: http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Christian-Wulff/Reden/2011/06/110601-Kirchentag-Eroeffnung.html Und begrüßt ökumenisches Handeln: http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Christian-Wulff/Interviews/2011/110531-Interview-EPD.html

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Eine Antwort auf „Wulff“

  1. Zum Bundespräsidenten und seiner Äußerung hinsichtlich ehelicher Verbindung zwischen Christen und Muslimen nur ein Satz:
    Es ist erschreckend, dass selbst gebildete Menschen derart naiv sein können, wie es eben in dem von Wulff geäußerten „Wunsch“ zum Ausdruck kommt.
    Das Echolot

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