DSK + Helmut Kentler + Medien

Wenn das stimmt, dann kann a) den D. Strauss-Kahn niemand mehr helfen und b) zeigt es, wie schlimm es um die Leute bestellt ist, dass sie ihn jahrelang einfach so gewähren ließen: http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/05/16/International/Weiterer-Vorwurf-gegen-Strauss-Kahn Und das ist doch eigentlich die Schande. Die hohe Gesellschaft schließt einfach die Augen, banalisiert… Und: Wie sieht es bei uns auf diesen gesellschaftspolitischen Ebenen so aus?

Was hat Helmut Kentler damit zu tun? Er ist tot – aber an ihm sieht man, wie auch in protestantischen kirchlichen Kreisen Bayerns sexuelle Fehltritte verharmlost werden. In den Mitteilungen der „Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern“ wird gezeigt, dass man Kentler trotz allen Wissens um seine pädophilen zum Teil abstrusen Aktivitäten in Ehren hält. In diesem Artikel wird auch auf das Buch von Andreas Spät (Hg.): „Die missbrauchte Republik – Aufklärung über die Aufklärer“, Hamburg/London 2010 hingewiesen. – Freilich ist es immer ein schmaler Grat – denn auch ein pädophil Veranlagter kann pädagogisch weiterführende Ansätze haben… – aber man sollte seine pädagogischen Thesen noch einmal mit den Augen derer lesen, die inzwischen mehr wissen.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf das hinweisen, was Kybeline zu Aussagen eines englischen Ministers geschrieben hat: http://www.kybeline.com/2011/05/20/sex-vergewaltigung-plagiate-und-andere-un-annehmlichkeiten-in-den-augen-der-medien/#more-23862 – Ich sage es mit eigenen Worten: Es gibt schlimme Vergewaltigungen und nicht so schlimme… – und die Vergewaltiger sollen es gleich zugeben – damit es vor Gericht nicht so teuer wird, dafür bekommen sie auch weniger Strafe. Wenn die Aussage inhaltlich so stimmt, zeigt sie doch, wes Geistes Kind so manche unserer Großkopferten sind. Das, was ich auch schlimm finde, ist, dass unsere jungen Frauen nicht mehr den Mumm der emanzipierten Vorgängerinnen haben. Sie denken, es sei alles Schlimme aus der Welt geschafft worden, meine, sie könnten alles selbst bestimmen, ruhen sich auf den Federkissen der Mütter aus – und wundern sich dann, wenn die Männerwelt doch rauher ist. Neulich fragte mich eine: Warum wehren sich die muslimischen Frauen nicht gegen die Erniedrigungen. Die Frage kann man an die jungen Frauen unserer Generation genauso stellen. So lange jede einzeln für sich allein kämpfen muss, hat sie keine Chance. Sie müssen sich als Gruppe zusammentun.

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