Milliarden vom Staat für Kirche

So etwas Schlimmes, hat der Staat im letzten Jahr doch über 400 Millionen Euro an die Kirche gezahlt. http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/gottes-milliarden-vom-staat/ Ist ja kaum zu glauben! So etwas Schändliches. Was macht die Kirche eigentlich damit? — Sie kauft sich bei schönem Wetter ein Eis, vielleicht auch zwei.

Man kann doch dieses Getue nicht ernst nehmen. Natürlich ist das viel Geld. (Die Riesendrohne kostet übrigens eine halbe Milliarde: http://www.welt.de/politik/deutschland/article13209803/Bundeswehr-kann-Riesendrohne-erst-2012-einsetzen.html ) Aber das wird doch für gesellschaftspolitische Zwecke ausgegeben und ist Teil der geschehenen Enteignungen. Alles ist genau gesetzlich geregelt.

Da wird also mal wieder was aufgeblasen – hier kann doch nur die Humanistische Union und die taz hinterstecken, die ihre armen Leser ein wenig sanstionslüstern vor Ostern vergackeiern will. Dass der EKD-Schneider so gelassen reagiert, hat nicht nur rechtliche Gründe. Wenn der Staat das alles allein schultern will, was die Kirchen (auch ehrenamtlich) leisten, würde es sozial nicht so rosig aussehen.  Und das wissen alle, die sich mit dem Metier beschäftigen. Darum findet sich auch keine Partei, die hier eine Klage unterstützt. Der Baum, auf dem man sitzt, den soll man nicht absägen. Ideologen sägen an allem – und wenn Leute dabei draufgehen.

Es gibt viele in der Kirche, die es gerne sähen, wenn die Kirchen ihre vielfältigen Tätigkeiten für die Gesellschaft einschränken. Warum? Kirchen sind nämlich aufgrund unseres Systems auch abhängig vom Staat. Also für Kirchen und ihrem Selbstverständnis ist das auch nicht ganz so doll.

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