Muslime lehnen ab

Es ist doch schon mal was, wenn Muslime Verhaltensweisen ablehnen, die in muslimischen Ländern als muslimisch angesehen werden: FAZ Und es ist schön, dass es Muslima gibt, die dagegen angehen. Hoffentlich werden es auch immer mehr in islamischen Ländern, nicht nur bei uns. Wenn nur bei uns, bleibt nämlich immer ein fader Nachgeschmack übrig: In einem aufgeklärten Land spricht man halt so.

Doch immer wieder diese dämlichen Hinweise, dass es auch Christen gibt, die Frauen beschneiden – allerdings wo? In muslimisch dominierten Gesellschaften. Es gibt Christen, die Frauen aufgrund der Ehre ermorden – aber es gibt keinen einzigen relevanten Christen, geschweige denn christlich relevante Werke, die das auch noch verteidigen. Vor allem geht es bei uns nicht um Ehre, sondern um Eifersucht, Besitzdenken, gekränkte Eitelkeit usw. Natürlich werden auch in christlichen Gesellschaften Frauen belästigt: Aber Frauen werden darum nicht eingesperrt, sondern den Männern wird Benehmen beigebracht, Respekt und Achtung. Natürlich werden auch in christlich geprägten Kulturen Frauen von Männern geschlagen, aber das findet keinerlei Rechtfertigung in der Bibel – im Neuen Testament – und wie sieht es im Koran mit der Züchtigung der Frau durch den Mann aus? Mohammed mag damals den Frauen mehr Rechte eingeräumt haben, als es zu der damaligen Zeit üblich war (allerdings war Jesus 600 Jahre vorher schon seiner Zeit und Mohammed sehr weit voraus) – aber die Zeit geht auch über Mohammed hinweg, und andere Kulturen waren damals schon weiter. Was sagen eigentlich „echte“ Muslime, dass hier Mirza Ghulam Ahmad in die Diskussion geworfen wird? Nichts nichts gegen Ahmadiyya, aber darf die eigentlich klitzekleine, von Muslimen nicht anerkannte Islamminderheit, für den Islam sprechen? Klar! Bei uns.

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