Bayerns Landesbischof

Info: Bayern hat einen neuen Landesbischof: http://www.welt.de/politik/deutschland/article13069071/Ab-jetzt-fuehrt-ein-Professor-Bayerns-Protestanten.html Heinrich Bedford-Strohm. Ob er gesellschaftspolitisch ein schärferes Profil zeigen wird, wird sich zeigen. Die Antwort auf das Thema Islam hier ist doch recht professoral: http://www.idea.de/nachrichten/detailartikel/artikel/bayern-theologieprofessor-wird-landesbischof-1.html  man „solle statt von einer christlich-abendländischen von einer `menschenrechtlichen Leitkultur´ sprechen. Dazu hätten Muslime selbstverständlich etwas beigetragen und beizutragen.“ 😉 Wie sich das mit der Aussage verträgt, er wolle sich für „eine öffentlich wirksame und geistlich gegründete Kirche… die in gesellschaftlich strittigen Themen Orientierung geben kann“ einsetzen, bleibt noch sein Geheimnis. Denn eine geistliche Kirche, die Orientierung geben kann, passt nicht so recht dazu, um heiße Breie herumzureden, indem man alles irgendwie anders und neu benennt, sodass am Ende keiner mehr so richtig versteht, was eigentlich gemeint ist.  

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Eine Antwort auf „Bayerns Landesbischof“

  1. Nun, ein Zeitungsinterview gibt nicht immer das wieder, was der „Ausgeforschte“ gesagt hat, das wissen wir. Dennoch:
    Die Dissertation des neuen Landesbischofs der Bayerischen Kirche wurde möglicherweise zu der Zeit gefertigt, als in den Kirchen die „Theologie der Armen“ („Theologie der Befreiung“ s. L. Boff)einen Großteil theologischer Köpfe für die umfassende Aussage des Evangeliums fast unzugänglich machte: „Bedford-Strohm promovierte mit einer Arbeit über „Vorrang für die Armen. Auf dem Weg zu einer theologischen Theorie der Gerechtigkeit“. Was ist aber aus dieser Theologie, die verstänlicher- und berechtigterweise in Südamerika ihren Ursprung hatte, in Europas Kirchen gemacht worden???!!!
    Sie endete und versandete in der vorprogrammierten verengenden Einbahnstraße theologischen Denkens.
    Weiterhin zu dem Zeitungsinterview:
    „Der Süddeutschen Zeitung antwortete er auf die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehöre, man solle statt von einer christlich-abendländischen von einer „menschenrechtlichen Leitkultur“ sprechen. Dazu hätten Muslime selbstverständlich etwas beigetragen und beizutragen….“. Und de Bischof sagte weiter- hin: „er setze sich für eine öffentlich wirksame und geistlich gegründete Kirche ein, die in gesellschaftlich strittigen Themen Orientierung geben kann…..“.

    Es geht also um die christlich-abendländische Leitkultur, deren Ethos auf Kernaussagen der Bibel (wie 10 Gebote im AT und Bergpredigt NT) gründet.
    Hat Herr Bischof Bedfort-Strohm seine verbale Ersatz-Kreation „Menschenrechtliche Leitkultur“ wirklich durchdacht? Haben wir doch in den Jahren bis heute erfahren, dass jede Kultur (und auch der Islam!), jede politische Strömung und fast jedes Individuum seine eigene Vorstellung hat von dem, was wir im christlichen Kulturbereich als „Menschnrechte“ bezeichnen -und dementsprechend lebt und handelt. Dazu müsste sich der Bischo erklären wenn er davon spricht dass „die Muslime selbstverständlich etwas (zu den Menschen
    rechten) beigetragen und beizutragen….“ hätten.“……

    Weiterhin wird der Bischof zitiert, dass er sich einsetze „für eine öffentlich wirksame und geistlich gegründete Kirche, die in gesellschaftlich strittigen Themen Orientierung geben kann…..“.
    Darauf warten die Christen Tag für Tag -aber eben leider oft vergebens, nämlich auf den Einsatz der kirchenleitenden Organe für das Leben der Kirche allein aus Schrift und Bekenntnis. Erst aus dieser christlichen Bekenntnissituation heraus kann „die Kirche“ glaubhaft zu den gesellschaftlich strittigen Themen unserer weithin verworrenen Zeit Orien-tierungshilfe geben. Und diese ist bitternötig
    meint das
    Echolot

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