Islam-Konferenz

Das Islamtreffen mit dem Innenminister – oder das Treffen des Innenministers mit muslimischen Funktionären lief erwartungsgemäß aber doch deutlicher aus, als gedacht: Muslimische Funktionäre wollen Muslime nicht dazu verführen Denunzianten zu werden. Das klingt eigentlich gut. Denunzianten sind nicht gerade angesehen. Aber es geht hier darum, radikale und terroristische Umtriebe den Sicherheitskräften bekanntzugeben. Wenn Muslime das nicht tun, dann müssen sie sich nicht wundern, wenn sie mit ihren gewalttätigen Genossen in einen Topf geworfen werden. Wenn ein Attentat geschieht, dann kommen sie hinterher und klagen: „Wir werden mit den Terroristen in einen Topf geworfen, obwohl wir ja so friedliebend sind!“ – das zählt dann nicht mehr. Wer nicht bereit ist, Terroristen anzuzeigen, steckt mit ihnen unter einer Decke. Die Umma mag wichtiger sein als die Gesellschaft der Nichtmuslime – aber dann müssen sie sich auch den Vorwurf der Mittäterschaft gefallen lassen.

Schon die Kinder in der Schule lernen, dass es es ein schwieriger Grad ist zwischen petzen und anzeigen – es ist besser, anderen mitzuteilen, wenn etwas Böses geschieht. Das ist wichtig, damit Verbrecher, die Kindern Schweigegebote auferlegen, keine Chancen haben, unerkannt zu bleiben. Da die muslimischen Funktionäre wohl keinen christlichen Religionsunterricht oder keinen vernünftigen Ethikunterricht genossen haben, können sie das nicht wissen, dass man, verantwortlich entscheidend und handelnd, Böses verhindern muss?

Übrigens heißt die Überschrift: „Friedrich verursacht Eklat auf Islamkonferenz“ – weil er etwas forderte, was für Staatsbürger selbstverständlich ist: Einander zu schützen so gut es geht? http://www.welt.de/politik/deutschland/article13004465/Friedrich-verursacht-Eklat-auf-Islamkonferenz.html (Auch wird gesagt, dass Friedrich nicht Vertrauen aufbauen würde, was doch das Ziel der Islamkonferenz sei. Das baut wirklich kein Vertrauen auf in die islamischen Fuinktionäre, wenn sie nicht bereit sind, sich von ihren radikalen Genossen zu trennen. Aber gemeint war: Friedrich bläst nicht genug Zucker in die Islamverbände. Nicht diese müssen Vertrauen aufbauen: Die Regierung muss das!) 

Und die Grüne Künast? Ja, ihre Genossen wollen ja sämtliche Tunesier, Libyer, Ägypter, Somalier usw. usw. ins Land holen – denen passt natürlich nicht, dass der Innenminister ein Sicherheitspaket schnüren möchte. Jetzt haben die Grünen endlich das Sagen, weil einige Hysteriker vor der Wahl nur AKWS sahen. Die wundern sich sicher bald, dass Grüne noch ein paar ganz besondere Themen auf Lager haben, die ihnen wohl nicht so schmecken werden. Solange die Grünen so unvernünftig sind, sehen die Islam-Funktionäre keinen Anlass, die Regeln unserer Gesellschaft einzuhalten. Nett finde ich die empörte Aussage, dass Friedrich Islam und Islamismus in Verbindung bringe. Darum kümmert sich – wie neulich im Blog verwundert thematisiert – Mazyek nicht um die Radikalen in seinen Reihen. Die zählt er einfach nicht als Muslime. Das sind wahrscheinlich kleine Grüne Männchen, die sich nur als Muslime tarnen, um den Islam in Verruf zu bringen. Jetzt verstehe ich, jetzt verstehe ich und bitte vielmals um Verzeihung, dass ich das nicht schon vorher so gesehen habe. Alle Muslime aus den islamischen Staaten, die gesetzlicher sind, die den Koran wörtlich nehmen, Hadithe beachten – das sind alles kleine grüne Männchen, die nicht zum Islam gehören und den deutschen Muslimen nur Schaden zufügen wollen. Wow. Ich verstehe.

Was sagt die FDP Leutheusser-Schnarrenberger übrigens zu Friedrich? Was wohl. Sie gibt zumindest laut Tagesschau auch Friedrich und seine Intention falsch wieder – vielleicht glaubt sie auf diese Weise bei der nächsten Wahl muslimische Stimmen zu bekommen.

Und die Türkei? Die mischt sich natürlich in ihr zukünftiges Bundesland D ein und warnt: http://www.welt.de/politik/deutschland/article13007436/Tuerkei-wirft-Deutschland-Schueren-von-Vorurteilen-vor.html Wobei die Türkisch-Islamische Union Friedrich nicht ganz ablehnt: http://www.welt.de/politik/deutschland/article13008771/Tuerkisch-Islamische-Union-nimmt-Friedrich-in-Schutz.html Da haben wir aber noch mal Glück gehabt.

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