Menschenbild

Modernere Menschen vergleichen den Menschen mit dem Tier: alles ist irgenwie tierisch.

In Genesis 2 (Schöpfungsgeschichte) wird der Mensch mit seinem Nachleben verglichen: Er wird Erde, weil er Erde war.

In Genesis 1 (Schöpfungsgeschichte) wird der Mensch als Ebenbild Gottes gesehen – und in der griechischen Philosophie und von deren Nachfolger als ein Wesen, das göttlichen Geist/Seele hat.

Jesus sieht den Menschen als Kind Gottes, der sich von Gott abwenden kann, vereinsamt – sich aber auch Gott zuwenden kann und Gemeinschaft findet.

Welchen Teil des Menschseins hebe ich hervor? Welches Menschenbild habe ich? (a) Das Tierische, (b) das Vergängliche, (c) das durch Geist Herausragende, (d) das von Gott Herausgehobene? – (e) Oder können wir alles zusammen sehen?

Hat die jeweilige Sichtweise Folgen für die Ethik? (a) Er handelt wie ein Tier, (b) er soll über sich hinausweisen, (c) er wird Gottes Willen tun?

Können wir Elemente verbinden? (a) Der vergängliche Mensch lebt nicht sinnlos, laut Genesis 2, sondern wurde von Gott beauftragt, die Schöpfung zu pflegen? (b) Handelt er wie ein Tier, soll aber danach trachten, über sich hinauszugehen (Nietzsche spricht vom Übermenschen – aber unsere Philosophiegeschichte, z.B. Plato, sieht, dass dem Menschen als Geistwesen ermöglicht wurde, über die niederen Seelenteile zu herrschen usw.). (c) Sieht er sich als einsamen, vergänglichen Wolf, der von Gott geliebt und beauftragt wird?

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