Kirche auf Abwegen

Mund- und Diskussionsverbot-Kirche: http://www.epd.de/ost/ost_index_85108.html Ilse Junkermann im Einsatz gegen Sarrazin. Gegen dieses undemokratische Verhalten zu Recht: Michael Wolffsohn: http://www.kath.net/detail.php?id=30342

Ahnungslos ist Rainer Oechslen, Islambeauftragter der Bayerischen Landeskirche. Er kämpft nicht gegen Sarrazin sondern gegen pi. Warum? Weil in pi Sätze aus dem Koran zitiert werden, die grausam sind. Was stellt Oechslen demgegenüber: „Sie finden in den Heiligen Schriften fast aller Religionen hochproblematischer Passagen. In einem Bibel-Psalm etwa ist davon die Rede, dass man die Köpfe kleiner Kinder gegen Felsen schlagen soll. Benediktinermönche beten diesen Psalm jede Woche, aber kein Benediktiner würde das tun.“ http://www.sueddeutsche.de/P5K38n/3937159/Hass-ist-nicht-legitim.html Da merkt mal wieder einer nicht, worin der Unterschied zwischen Koran und Bibel-Auslegung besteht: Koran ist Wort Allahs, das in der Gegenwart eins zu eins umgesetzt werden sollte. Der Psalm ist ein Gebet, in einer Zeit entstanden, in der Israel von barbarischen Mächten bedrängt war – er ist nicht Befehl Gottes, sondern Zornwort bedrängter Menschen. Und es gibt in der Tat zahlreiche zornige Worte und Taten bzw. erwünschte Taten. In der Bibel finden wir ja auch alle möglichen Unmenschlichkeiten. Sie zeigt den Menschen wie er ist, beschönigt ihn nicht. Und so ist auch dieser Psalm Wort Gottes im christlichen Sinn: Er zeigt, was der Mensch in seiner Bosheit tun kann – und darum auf die Kraft Gottes angewiesen ist, sich menschlich zu verhalten. Dass selbst ein Oechslen solche billige Polemik aufgreift, sollte unter der Würde eines jeden geschulten Theologen sein. Aber daran sieht man mal wieder, dass in der billigen Polemik all diese Islam-Apologeten eins sind. Aber die Menschen sind im Allgemeinen so leicht nicht mehr zu manipulieren. Wer ihm beipflichten wird, das sind eher die leichtgläubigen und antikirchlich Eingestellten, das heißt, er treibt mit dieser billigen Bibelkritik vor allem antikirchliche Polemik. Will er als Mann der Kirche Antikirchliche beeindrucken? Gott hat uns auch den Verstand gegeben – und es wäre gut, wenn diese Herrschaften ihn auch einmal einsetzen würden.  

Nur am Rande: In der Bibel gibt es so wunderbare Aussagen zum Toren. Zum Beispiel Spr. 16,22: Die Strafe der Toren ist ihre Torheit. Oder 17,28: Ein Tor, wenn er schwiege, würde für Weise gehalten werden

Freiheit ist ein hohes Gut – da kann selbst eine Kirche auf Abwegen von profitieren: http://www.jesus.de/blickpunkt/detailansicht/ansicht/-/175735oberstes-gericht-erlaubt-homofeindliche-aeusserungen.html

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Eine Antwort auf „Kirche auf Abwegen“

  1. Der Islambeauftragter der Evangelischen Kirche von Bayern scheint eine Fehlbesetzung zu sein.In seinen Artikeln schreibt er sehr unbalanciert und blendet viele Sachen aus.
    Er ist ein Anhänger des Dialogs mit dem Islam , was man nicht zu kritisieren hat. Aber wenn er die evangelische Seite vertritt, ist es ungut, wenn er alle die nicht seiner Meinung sind in eine ihn genehme Schublade steckt und Stimmung gegen
    seine Kritiker macht. Mit Dialogfähikeit und christlicher Nächstenliebe hat dies nichts zu tuen.
    Eckhard Andreas Krause

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