Friedrich – Islam – Bäder

Noch sagt unser frisch gebackener Innenminister Friedrich, was er denkt: Muslime sind Bürger Deutschlands – aber der Islam ist kein Teil Deutschlands. Und schon beginnen die neuen Herrscher zu drücken: Mazyek [und dessen Steigbügelhalter, die Grünen (laut Tagesschau)] mag das gar nicht hören und wirft ihm Realitätsverweigerung vor. „Europa habe eine ganze Reihe von eindeutigen historischen Bezügen zum Islam und der islamischen Welt.“ Ja, freilich, hat Europa das: In Südosteuropa lebten Osmanen längere Zeit nicht besonders von der Bevölkerung begrüßt; ein Rest lebt noch im Kosovo, in Albanien, usw. – vor Wien wurden sie bekanntlich zurückgeschlagen, große Furcht herrschte vor den Sklavenraubzügen bis nach Genf hinauf, die Seife soll von Muslimen erfunden worden sein und bis nach Europa gekommen sein. Auch die Krankenhäuser – aber das ist Blödsinn. Aristoteles soll durch die Muslime in Spanien die Philosophie erobert haben – schauen wir mal, wie lange diese Behauptung noch steht. Ich möchte nur an die Apotheke von neulich erinnern, die so manche falsche Angaben widerlegt. Aber nichts desto trotz lebte Europa nicht isoliert und hat auch aus dem islamischen Kulturkreis so manches übernommen, wenn es auch kaum mehr so richtig ersichtlich ist, was das gewesen ist bzw. für Mitteleuropa nicht mehr so eindeutig zu sagen ist. Aber dann gleich von einem „Teil“ Europas zu reden, würde zu weit führen. Dazu haben sich doch – das muss wohl auch Mazyek zugeben, die islamischen Staaten und die europäischen zu weit auseinandergelebt. Sind eigentlich England und Frankreich ein Teil nordafrikanischer/arabischer Staaten? Und Amerika? Der Einfluss dieser Länder auf die genannten sind so immens, dass man darüber sicher nicht lange grübeln muss. Diese Bezüge sind wahrscheinlich das einzige einende Band. Und wenn diese Länder wirklich demokratischer werden sollten (nicht auf der Basis der Scharia, denn die bringt immer Ungleichheit), was ich hoffe aber kaum für möglich halte, dann sind sie wirklich ein Teil westlicher Werte geworden. Das Christentum spielt inzwischen wohl eine geringere Rolle, nachdem es überwiegend ausgegrenzt, vertrieben, beherrscht wurde. Ja, ich weiß, es gab auch Christen, die freiwillig zum Islam übergingen. Es gab viele Völker, die das taten, auch schwarzafrikanische, um nicht versklavt zu werden – sie waren schlau wie Beduinenstämme zur Zeit Mohammeds und nach seinem Ableben. Siegern küsst so mancher widerwillig die Füße – aber er küsst sie.  

Übrigens fällt auf, dass Friedrich von Deutschland sprach und laut Zeitungsartikel Mazyek von Europa? Das bedeutet: Friedrich hat Recht mit Blick auf Deutschland – und Mazyek mit Blick auf Europa auch insofern, dass der Islam überwiegend ungeliebte Herrschaft ausübte. Und sich jetzt wieder überall in den Mittelpunkt spielt (Kosovo, Bulgarien, Bosnien, …).

Aber, Herr Fenske, nicht spalten, zusammenführen! Ja, ich werde heute noch meinen Teil dazu beitragen, indem ich mich einseife – freilich muss auch hier mein kritischer Geist einwenden: Die „Seife“ sieht heute sicher anders aus als noch vor 1300 Jahren. Aber über Muslime kam insgesamt die Sauberkeit nach Europa, als unsere Vorfahren noch dreckstrotzende Dreckspatzen waren. Oder? Die alten Germanen usw. badeten gerne – und zwar kalt in den Seen und Bächen. Habe ich mal gelesen. Angeblich soll das Christentum die Dreckspatzen gefördert haben, bis Karl der Große, angeregt von den spanischen Muslimen gerne warm badete. Da Karl der Große die Verbreitung des Christentums ja erst noch fördern musste, gab es wohl seltener dreckige Germanen als man uns so weismachen will. Wie dem auch sei: Nach einer Badeuphorie bekam man vor den Bädern Angst vor der Lustseuche = Geschlechtskrankheiten, da Prostituierte gern gesehene Badedienerinnen waren. Dann lebte man doch lieber wieder in seinem Dreckkokon. Und da ich eine solche nicht erwarte – ab ins Bad.

Am Rande: Der Islam wird zu einem Teil Europas, da hat Mazyek in etwas Recht: Ein Österreichischer Vater darf nicht über Nacht bei seiner 6 jährigen Tochter im Krankenhaus bleiben, weil muslimische Männer dagegen sein könnten: http://www.krone.at/Wien/Vater_darf_nicht_am_Bett_der_Tochter_im_SMZ_Ost_wachen-Angst_vor_Muslimen-Story-248932 Das ist´s doch, was wir alle wollen!

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